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    Faule Sonne Ursache für kalten Winter in Europa - Wissenschaftler

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    Britische Forscher haben festgestellt, dass die niedrige Sonnenaktivität, die zur Schwächung der Höhenluftströmungen führt, an dem kalten Winter der letzen Jahre im Nordostatlantik - während der weltweiten Klimaerwärmung! - schuld war.

    MOSKAU, 15. April (RIA Novosti). Britische Forscher haben festgestellt, dass die niedrige Sonnenaktivität, die zur Schwächung der Höhenluftströmungen führt, an dem kalten Winter der letzen Jahre im Nordostatlantik - während der weltweiten Klimaerwärmung! - schuld war.

    "In diesem Jahr lag der Winter in Britannien auf Platz 14 in der Liste der kältesten Winter seit 160 Jahren, während die durchschnittlichen globalen Wintertemperaturen für denselben Zeitraum den fünften Platz in der Liste der höchsten Temperaturen belegt haben. Wir haben festgestellt, dass derartige Anomalien wesentlich häufiger während niedriger Sonnenaktivität entstehen", berichtete Mike Lockwood aus der University of Reading in seinem wissenschaftlichen Beitrag der in der Zeitschrift „Environmental Research Letters“ veröffentlicht wurde.

    Die neue Forschung berücksichtigt im Unterschied zu den früheren nicht nur registrierte Temperaturen in der Region, sondern auch die Tendenzen in der nördlichen Halbkugel insgesamt.

    Der kalte Winter in Nordeuropa kann mit dem Phänomen der sogenannten "Blockierung" zusammenhängen, schlussfolgern die Wissenschaftler. Dieses Phänomen besteht darin, dass sich die Richtung der Winde von 30 Metern pro Sekunde in der unteren Stratosphäre über dem Atlantik, die warme westliche Luftströme mitbringen, in den letzten Jahren geändert hat.

    Die schwache Sonnenaktivität beeinflusst die Verteilung von Luftströmungen in der Atmosphäre, einigermaßen wärmere westliche Winde erreichen Nordeuropa nicht, so dass dieser Teil Europas den nordöstlichen arktischen Winden überlassen bleibt.

    Diese Gesetzmäßigkeit bedeutet jedoch nicht, dass jeder neue Winter in dieser Region sehr kalt wird, doch das wird öfter als sonst passieren, stellt Mike Lockwood fest.

     

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