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    NASA stellt Suche nach Marssonde Phönix ein

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    Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat die Suche nach der Marssonde Phönix eingestellt, weil sie die Hoffnung aufgegeben hat, sie auf der Oberfläche des Roten Planeten ausfindig machen zu können.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat die Suche nach der Marssonde Phönix eingestellt, weil sie die Hoffnung aufgegeben hat, sie auf der Oberfläche des Roten Planeten ausfindig machen zu können.

    Das teilte AP am Dienstag mit.

    Die Phönix war am 25. Mai 2008 in einer polnahen Mars-Region gelandet. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Suche nach Wasser auf dem Roten Planeten. Der Sonde gelang es tatsächlich, Wasser auf dem Mars zu finden. Sie nahm Proben von Eis und ließ es in ihrem Labor verdunsten.

    Ursprünglich war die Expeditionsdauer für drei Monate angelegt, wurde aber dann noch um zwei Monate verlängert.

    Mit dem Herannahen des Mars-Herbstes reichte das Sonnenlicht für die Stromversorgung nicht mehr aus. Anfang November 2008 schaltete sich die Sonde ab.

    Wissenschaftler bewerteten die Wahrscheinlichkeit des Überlebens der Sonde unter solchen Bedingungen als äußerst gering. Der Orbitalapparat Mars-Odyssey absolvierte im Laufe eines Jahres mehr als 200 Flüge über der Landungsstelle der Sonde mit dem Ziel, ihr Funksignal zu empfangen. Aber jede Suche endete ergebnislos.

    Nach den jüngsten vom Orbitalapparat geschossenen Aufnahmen fiel eine Sonnenbatterie der Phönix wegen Vereisung aus.

    „Wir haben keine Hoffnungen mehr, dass es der Phönix gelungen ist, zu überleben. Wir haben alles getan, was wir konnten, sogar dann, wenn die Chancen miserabel waren“, sagte der Vertreter der NASA-Ermittlungsgruppe, Peter Smith.

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