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    Dornhaie vor russischer Pazifikküste

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    Schwärme von Dornhaien haben im Küstengewässer im Süden der russischen Pazifikregion Primorje Einzug gehalten, wo die Strände im Sommer voll von Urlaubern sind.

    WLADIWOSTOK, 14. Juli (RIA Novosti). Schwärme von Dornhaien haben im Küstengewässer im Süden der russischen Pazifikregion Primorje Einzug gehalten, wo die Strände im Sommer voll von Urlaubern sind.

    Das teilte Alexander Sokolowski, Mitarbeiter des Institutes für Biologie und Meer, RIA Novosti am Mittwoch mit.

    „Dornhaie sind eine recht weit verbreitete Haiart, die sowohl im Schwarzen als auch im Japanischen Meer heimisch ist. Ein erwachsenes Exemplar kann bis zu 1,5 Meter lang sein. Dabei greifen Dornhaie keine Menschen an“, sagte Sokolowski. Ihm zufolge stellen nur die Dorne an den Vorderflossen dieser Fische eine Gefahr dar und können die Menschenhaut verletzen oder ein Gummiboot durchstechen.

    Laut dem Experten handelt es sich bei der „Invasion“ von Haifischen in die Küstengewässer von Primojre um die übliche sommerliche Migration auf der Suche nach Futter. Wenn die Wassertemperatur steige, näherten sich die Dornhaie der Küste, um auf Sardellen und sonstige Kleinfische zu jagen, so Sokolowski. Ende Juli kehren die Dornhaie wieder in ihre gewohnten Tiefen von bis zu 70 Metern zurück.

    Die Dornhaie, die früher wegen ihres grätefreien und schmackhaften Fleisches industriemäßig gefangen wurden, werden heute größtenteils von Amateur-Fischern gefangen.

    Laut dem Gesprächspartner der Agentur könnten Dornhaie in der Pharmazie Anwendung finden. Denn in ihren Knorpeln seien wissenschaftlich Stoffe nachgewiesen worden, die das Wachstum von Krebszellen verlangsamen können.

    Neben Dornhaien nähern sich jedes Jahr auch harmlose Heringhaie der südlichen Primorje-Küste. In der letzten Zeit sind dort auch Weiße Haie anzutreffen, die als gefährliche Räuber gelten.