08:16 21 Juli 2018
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    Beschleunigen Waldbrände in Russland die globale Klimaerwärmung?

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    Russland brennt (224)
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    Verheerende Waldbrände in Russland und der damit verbundene CO2-Ausstoß können den Klimawandel beschleunigen.

    Verheerende Waldbrände in Russland und der damit verbundene CO2-Ausstoß können den Klimawandel beschleunigen.
    Das geht aus der Pressemitteilung der Organisation WWF hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Ökologen zufolge führen die Waldbrände und die Klimaerwärmung in einen Teufelkreis, wo die beiden Komponenten einander immer weiter verstärken.
    «Die Erhöhung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre führt zum Ungleichgewicht im Klimasystem, darunter zur Steigerung der Zahl der Hitzewellen und deren Verlängerung, die ihrerseits die Zahl der Waldbrände erhöhen», hieß es.


    Abgebrannte Wälder produzieren Ökologen zufolge noch 30 Jahre lang mehr Kohlendioxid, als sie konsumieren können. Junge Bäume könnten den ausgestoßenen Kohlendioxid binden. Oft ist aber eine schnelle Wiederherstellung des Waldes ohne menschliche Hilfe kaum möglich.
    «Momentan ist es wichtig, den Schaden in den wertvollsten Wälder im europäischen Teil Russlands einzuschätzen und einen Plan zu deren Wiederaufforstung zu erarbeiten», sagte Nikolaj Schmatkow, Leiter der WWF-Waldprojekte in Russland.
    Die katastrophalen Waldbrände sind ihm zufolge nicht von Dürre allein verursacht. Schuldig sei die voreilige und schlecht durchdachte asministrative Reform der Forstwirtschaft.

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