06:10 21 Juli 2018
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    Schlechte Aussichten für Klima in Eurasien

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    Die abnormen Wetterverhältnisse - Hitze, Trockenheit, Überschwemmungen, die in diesem Sommer zwischen Europa und Pakistan herrschen, lassen sich nach Expertenschätzungen auf einen Wandel des regelmäßig auftretenden Klimaphänomens El Nino zurückführen.

     

    Die abnormen Wetterverhältnisse - Hitze, Trockenheit, Überschwemmungen, die in diesem Sommer zwischen Europa und Pakistan herrschen, lassen sich nach Expertenschätzungen auf einen Wandel des regelmäßig auftretenden Klimaphänomens El Nino zurückführen.  

    Wie die Agentur France Presse am Dienstag unter Berufung auf die internationale Klimaexpertengruppe (IPCC) meldet, seien die abnormen Wetterlagen auf die neu entstandenen und verstärkten Klimawandlungen zurückzuführen, die wiederum durch Treibhausgas-Emissionen ausgelöst worden seien.  

    Nach Angaben der US-Behörde für Meeres- und Atmosphärenforschung (NOAA), war die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche von Januar bis Juni 2010 am höchsten seit Beginn der Klimaaufzeichnungen im Jahr 1880. In Zukunft sei mit einer noch intensiveren und dauerhafteren Hitze zu rechnen, so die Klimatologen.

    Etliche Wissenschaftler, so Omar Baddur von der Weltmeteorologieorganisation, erklären die abnorme Klimasituation (etwa in Pakistan) mit der Ablösung der warmen Strömungen durch kalte in den vergangenen Monaten im tropischen Teil des Pazifiks. Laut dem Wissenschaftler kann in diesem Weltmeeresgebiet anstelle des Phänomens El Nino dessen „kalte Schwester“ La Nina auftreten.

    „El Nino - die Hauptursache für die Dürre auf der indischen Halbinsel  - ist also genau das Gegenteil von einer La Nina“, sagte Baddur.

    Die vom ozeanographischen Satelliten Jason-2 übermittelten Bilder vom 11. Juni 2010 zeigen das Entstehen eines äquatorialen Kaltwasserstreifens, während der Rest der warmen Strömungen, das heißt die Spuren des El Nino, noch immer in nördlicher und südlicher Richtung von der Äquatorlinie registriert werden.