07:14 20 Juli 2018
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    Soziales Befinden der Moskauer auf Tiefpunkt - Meinungsforscher

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    Nur 29 Prozent der Einwohner von Moskau sehen die Situation in der Stadt positiv, hat eine Anfang Oktober in der russischen Hauptstadt durchgeführte Umfrage ergeben.

    Nur 29 Prozent der Einwohner von Moskau sehen die Situation in der Stadt positiv, hat eine Anfang Oktober in der russischen Hauptstadt durchgeführte Umfrage ergeben.

    Wie der Generaldirektor des Gesamtrussischen Meinungsforschungszentrums (WZIOM), Valeri Fjodorow, am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei RIA Novosti sagte, sind die Hauptprobleme, die sich seit 2009 noch verschlimmert hätten, der Stadtverkehr, zu hohe Preise, die Zuwandererpolitik und die superteuren Wohnungen.

    Laut der Umfrage sind 25 Prozent der Einwohner mit der Situation in Moskau unzufrieden. Weitere 42 Prozent haben sich keine Meinung dazu gebildet. Im Vergleich zum Jahr 2009 hat sich das soziale Befinden der Moskauer insgesamt verschlechtert. So waren im vorigen Jahr 37 Prozent der Befragten mit der Situation in Moskau zufrieden.

    Laut Fjodorow blicken 27 Prozent der Moskauer voller Hoffnung in die Zukunft. Weitere drei Prozent sind besonders optimistisch. Nach Meinung von 15 Prozent wird es in Zukunft schlechter werden.

    42 Prozent der Befragungsteilnehmer sehen das Hauptproblem im ungeregelten Stadtverkehr (28 Prozent 2009). An zweiter Stelle liegt das Problem der überhöhten Preise (28 Prozent gegenüber 17 Prozent 2009). Weitere 17 Prozent (zehn Prozent 2009) beklagen sich über die gegenwärtige Migrationspolitik, 16 Prozent über die Arbeitslosigkeit (14 Prozent 2009), 14 Prozent über ein niedriges Lebensniveau (drei Prozent 2009), 14 Prozent über die Korruption (sechs Prozent 2009), 14 Prozent über Umweltbelastungen (acht Prozent 2009) und 13 Prozent (ebenso viele wie im vorigen Jahr) über fehlende Möglichkeiten für einen Wohnungskauf.

    Die Hauptfehler in der Arbeit der Moskauer Stadtbehörden sind laut der Umfrage ein schlechter Zustand der Straßen (24 Prozent), eine große Zahl von Zugereisten (zwölf Prozent), vernichtete Architekturdenkmäler (16 Prozent), die Umweltprobleme (zehn Prozent) und die Korruption (neun Prozent).

    Nach Angaben des WZIOM-Chefs halten 44 Prozent der Befragten den ehemaligen Oberbürgermeister Juri Luschkow für einen sachlichen Manager, der sich um die Stadtbewohner gesorgt habe. Weitere 35 Prozent sind der Meinung, dass Luschkow die Probleme der Stadt nur noch verschlimmert habe.

    Die Umfrage wurde vom 4. bis 10. Oktober unter 1000 Einwohnern Moskaus im Alter ab 18 Jahren durchgeführt. Der statistische Fehler liegt bei maximal 3,1 Prozent.

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