23:06 19 Juli 2018
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    Geheimhaltung vereitelte ersten russischen Antrag auf Arktis-Schelf

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    Arktis. Territorium des Dialogs (88)
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    Das Forschungsschiff „Akademik Fyodorov“ hat Russland neue Argumente für den Anspruch auf arktische Schelf-Gebiete gesichert, teilte das Naturministerium mit – und erklärte, warum Moskaus erster Antrag bei der UNO gescheitert war.

    Das Forschungsschiff „Akademik Fyodorov“ hat Russland neue Argumente für den Anspruch auf arktische Schelf-Gebiete gesichert, teilte das Naturministerium mit – und erklärte, warum Moskaus erster Antrag bei der UNO gescheitert war.  

    Mit dem ursprünglichen russischen Antrag auf Schelf-Gebiete habe es Probleme gegeben, weil die zuständige UN-Kommission gefordert habe, nicht nur Forschungsergebnisse, sondern auch technische Daten der eingesetzten Forschungsgeräte vorzulegen, sagte Darja Wassilewskaja, Vizechefin des Geologie-Ressorts des russischen Naturministeriums, am Samstag RIA Novosti.

    Da bei jener Forschung militärisches Gerät zum Einsatz gekommen sei, habe Moskau wegen Geheimhaltung nicht alle Daten offenlegen können. Deshalb sei Russland gezwungen gewesen, eine neue Expedition zu entsenden – diesmal nur mit „zivilen“ Ausrüstungen, die man publik machen dürfe.

    Für diese neue Mission war das Forschungsschiff „Akademik Fyodorov“ zuständig. Vom Juli bis Oktober 2010 hatte es Echolot-Messungen im Nordpolarmeer durchgeführt. „Die Expedition war erfolgreich“, so Wassilewskaja. Russland habe jetzt zusätzliche Argumente dafür, dass die ozeanischen Lomonossow- und Medelejew-Rücken eine unterseeische Fortsetzung der eurasischen Landmasse seien. Nun werde Russland einen präzisierten Antrag auf die entsprechenden arktischen Gebiete an die UNO stellen.

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