09:35 02 Juli 2020
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    Die Kelten haben Bier in Gruben gebraut und dabei Bilsenkraut hinzugefügt, weswegen das Bier würziger war und schneller betrunken machte.

    Die Kelten haben Bier in Gruben gebraut und dabei Bilsenkraut hinzugefügt, weswegen das Bier würziger war und schneller betrunken machte.


    Dieses Rezept, das vor etwa 2500 Jahren verwendet wurde, hat der deutsche Archäobotaniker Hans-Peter Stika von der Universität Hohenheim entdeckt, schreibt die Zeitschrift „Archaeological and Anthropological Sciences“ am Mittwoch.

    Stika erforschte die Überreste keltischer Siedlungen in Eberdingen-Hochdorf (Baden-Württemberg) und stieß auf sechs Gruben, in denen sich angekohlte Gerstenkörner befanden. Die Kelten haben die Gerste mit etwas Wasser in diesen Gruben zum Keimen gebracht. Danach entfachten sie Feuer an den Gruben und trockneten die Geste. Das Rösten machte das Bier dunkel. Durch diese Technologie vermehrten sich auch die Laktobakterien, die das Bier etwas säuerlich machten, so Stika.


    Im Gegensatz zum heutigen Bier, das Hopfen enthält, enthielt das keltische Bier vermutlich Beifuß, Bilsenkraut und Möhrensamen. Diese Gewürzmischung steigerte den Alkoholgehalt und hat dem keltischen Bier einen absolut anderen Geschmack verliehen, als der, an den wir gewöhnt sind, so Stika. Die Hefe fanden die Kelten im Honig oder an der Oberfläche von Früchten und gaben sie während des Brauprozesses bei.

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