13:52 18 Oktober 2018
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    Schoigu: Japanischem AKW Fukushima-1 fehlen russische Roboter

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    Folgen der Erdbeben-Katastrophe in Japan für die Welt (136)
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    Russland wird laut Zivilschutzminister Sergej Schoigu noch in diesem Jahr Objekte des Atomkonzerns Rosatom und Einheiten des Zivilschutzes mit moderner Robotertechnik ausstatten.

    Russland wird laut Zivilschutzminister Sergej Schoigu noch in diesem Jahr Objekte des Atomkonzerns Rosatom und Einheiten des Zivilschutzes mit moderner Robotertechnik ausstatten.

    Wie Schoigu am Dienstag, nach der Besichtigung der internationalen Ausstellung „Umfassende Sicherheit - 2011“ im Russischen Messezentrum (russ. Abk.: WWZ) in Moskau weiter sagte, ist Robotertechnik bei der Beseitigung der Folgen der Havarie im japanischen AKW Fukushima-1, vor allem beim Abkühlen der Reaktoren, unentbehrlich.

    Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-1 fiel nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März das Kühlsystem aus, es kam zu Wasserstoffexplosionen im ersten, zweiten und dritten Reaktor und zu einem Brand im vierten Energieblock.

    Nach Angaben der japanischen Atomexperten wurde das Depot der Atombrennstäbe im dritten Energieblock überhitzt, das führte zum Austreten radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre. Außerdem wurde die AKW-Hülle im dritten Reaktor durch das Erdbeben beschädigt.

    Japanische Behörden haben die Sperrzone um das AKW Fukushima auf 30 Kilometer erweitert, den Einwohnern dieses Gebietes wurde empfohlen, ihre Häuser zu verlassen.

    Wie Schoigu nach der Besichtigung der Ausstellung „Umfassende Sicherheit - 2011“ in Moskau am Dienstag sagte, bestand das größte Problem im AKW Fukushima-1 darin, das Wasser für das Abkühlen der Reaktoren zu pumpen. Russische Konstrukteure haben neue Kühlsysteme entwickelt, die mächtige Pumpanlagen und Robotertechnik einschließen. Schoigu zufolge planen der Atomkonzern Rosatom und der russische Zivilschutz, noch in diesem Jahr diese Kühlsysteme zu kaufen.

    In der Ausstellung werden Neuentwicklungen im Bereich der Robotertechnik vorgestellt, die in lebensgefährlichen Situationen ernsthafte Havarienfolgen beseitigen sowie große Flächen von Minen räumen können. Laut Schoigu werden die Feuerwehr- und Rettungseinheiten des Zivilschutzes mit 40 Prozent aller russischen Neuentwicklungen ausgerüstet. Allein in diesem Jahr sollen nach seinen Worten in Russland gemeinsam mit Österreich fast 1000 Feuerwehrautos gebaut werden.

    Die Ausstellung „Umfassende Sicherheit“, in der 440 Unternehmen aus 25 Ländern ihre Neuentwicklungen zeigen, ist vom russischen Innenministerium und vom Zivilschutzministerium organisiert worden. Auf der Messe werden neue Feuerlöschanlagen, Ausrüstungen für Rettung auf Wasser, Einrichtungen für Videobeobachtung sowie unbemannte Flugapparate russischer und ausländischer Herkunft vorgestellt, die von den Rettungskräften des russischen Zivilschutzes, des Innen- und des Verteidigungsministeriums verwendet werden.

    Die Ausstellung findet vom 17. bis 20. Mai in Moskau statt.

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