19:32 22 November 2017
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    Russische Sojus-Rakete bringt Satelliten für Galileo-Navigationssystem ins All

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    Eine russische Sojus-ST-Trägerrakete, die erstmals vom Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana und nicht von einem einheimischen Startplatz abgehoben hatte, hat zwei Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo in den Weltraum gebracht. Das erfuhr RIA Novosti am Freitag von einem Sprecher der Europäischen Weltraumagentur ESA.

    Eine russische Sojus-ST-Trägerrakete, die erstmals vom Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana und nicht von einem einheimischen Startplatz abgehoben hatte, hat zwei Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo in den Weltraum gebracht. Das erfuhr RIA Novosti am Freitag von einem Sprecher der Europäischen Weltraumagentur ESA.

    „Die Trennung der beiden Satelliten vom Fregat-Booster erfolgte um 18:10 Uhr Moskauer Zeit (16:19 Uhr MESZ)“, so der Sprecher.

    Die von der russischen Sojus-Rakete ausgesetzten Satelliten sollen das Weltraumsegment des europäischen Navigationssystems Galileo ergänzen.

    Im erdnahen Weltraum sind derzeit zwei Testsatelliten der ESA im Einsatz, die im Jahr 2005 beziehungsweise 2008 gestartet worden waren. Das komplette System soll aus 30 Satelliten bestehen, was um sechs Satelliten mehr ist, als beim US-Navigationssystem Navstar GPS.

    Es wird erwartet, dass das Galileo-System im Jahr 2014 mit einem beschränkten Optionspaket und im Jahr 2020 voll in Betrieb genommen wird.

    Laut den Galileo-Entwicklern soll ihr Navigationssystem präziser sein als GPS und die Unabhängigkeit der Europäer von GPS, vom russischen Glonass-System und vom zukünftigen chinesischen System Compass (Beidou) sichern.

    Die europäischen Navigationssatelliten sollen sich in 23 200 Kilometer hohen Umlaufbahnen auf drei Orbitalebenen befinden, die, ausgehend von der Äquatorialebene, in einem Winkel von 56 Grad zueinander stehen sollen.

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