04:27 23 November 2017
SNA Radio
    Wissen

    Teile von Rosat-Satellit möglicherweise in den Indischen Ozean abgestürzt

    Wissen
    Zum Kurzlink
    0 722

    Der deutsche Röntgensatellit Rosat, der am Sonntagmorgen gegen 04.00 Uhr MESZ in die dichten Schichten der Erdatmosphäre eingetreten ist, ist wahrscheinlich über dem Indischen Ozean, und zwar im südlichen Teil des Golfes von Bengalen, südöstlich von Sri Lanka, abgestürzt, meldet der Mikroblog ROSAT Reentry, der dem Fall des Satelliten gewidmet ist.

    Der deutsche Röntgensatellit Rosat, der am Sonntagmorgen gegen 04.00 Uhr MESZ in die dichten Schichten der Erdatmosphäre eingetreten ist, ist wahrscheinlich über dem Indischen Ozean, und zwar im südlichen Teil des Golfes von Bengalen, südöstlich von Sri Lanka, abgestürzt, meldet der Mikroblog ROSAT Reentry, der dem Fall des Satelliten gewidmet ist.

    Zuvor hatte die Website Spaceflight101 unter Hinweis auf Berechnungen des strategischen Kommandos der US-Streitkräfte berichtet, dass Bruchteile des ausgedienten Satelliten Rosat in Südchina, im Raum der 7,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt Chungqing, niedergegangen sein könnten.

    Nach Angaben von Wissenschaftlern des Harvard-Smithsonian-Zentrums für Astrophysik verlief die Flugbahn des Satelliten über Südchina. Sie sind der Auffassung, dass der Satellit bereits früher abgestürzt war.

    „Wäre er auf dicht besiedelte Gebiete abgestürzt, hätten wir schon Berichte darüber erhalten“, zitiert The Washington Post Jonathan MacDowell, Mitarbeiter des Zentrums.

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) hat jedoch noch keine Informationen über den Absturzort des Satelliten veröffentlicht. In einer Meldung auf der Website des Zentrums heißt es, dass es keine bestätigten Angaben über den Absturz der Bruchteile des Raumkörpers auf die Erdoberfläche gebe.

    Der Röntgensatellit Rosat, der vom DLR entworfen und gebaut worden war, war im Juni 1990 von Florida aus von der Nasa gestartet worden, um den Himmel mit einem Teleskop auf Quellen von Röntgenstrahlen abzusuchen. Da die Erdatmosphäre Röntgenstrahlen absorbiert, kann man die Strahlen nicht von der Erde aus untersuchen.

    Statt der ursprünglich geplanten 18 Monate war Rosat dann bis Februar 1999 im Einsatz. Dann aber fiel ein Sensor aus und der Satellit wurde irreparabel beschädigt. Daraufhin wurde das 2,5 Tonnen schwere Gerät abgeschaltet.

    Zuletzt waren am 24. September größere Teile des US-Satelliten Uars von der Größe eines Busses und mit einem Gewicht von 6,5 Tonnen auf die Erde abstürzt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren