17:27 16 Februar 2019
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    Keine Funkverbindung: Rettungsversuche für Phobos-Grunt schlagen fehl

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    Marsmond-Sonde Phobos-Grunt (90)
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    Die in der Nacht auf Freitag unternommenen Versuche, ein Signal von der aufgrund einer Störung auf einer falschen Flugbahn steckengebliebenen russischen Marssonde Phobos-Grunt zu empfangen, haben sich als erfolglos erwiesen. Das teilte ein Vertreter der Raketen- und Raumfahrtbranche RIA Novosti am Freitag mit.

    Die in der Nacht auf Freitag unternommenen Versuche, ein Signal von der aufgrund einer Störung auf einer falschen Flugbahn steckengebliebenen russischen Marssonde Phobos-Grunt zu empfangen, haben sich als erfolglos erwiesen. Das teilte ein Vertreter der Raketen- und Raumfahrtbranche RIA Novosti am Freitag mit.

    „In der vergangenen Nacht kreiste der Weltraumapparat mehrmals über der Station auf Baikonur und über anderen russischen und ausländischen Punkten der kosmischen Verbindung. Aber vorläufig ergebnislos“, sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur.

    Dem Chef der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), Rene Pischel, liegen auch keine Angaben über einen erfolgreichen Kontaktversuch mit Phobos-Grunt vor. „Die ESA-Spezialisten unterhalten ständige Kontakte zu den russischen Kollegen aus der Lawotschkin-Forschungs- und Produktionsvereinigung. Aber bisher gibt es keine Nachrichten“, sagte Pischel. Ihm zufolge sollen die ESA-Stationen am Freitag vier Versuche unternehmen, mit dem Weltraumapparat Phobos-Grunt Verbindung aufzunehmen.

    Die Marssonde, die zur Erforschung des Marstrabanten Phobos und zum Transport von Gesteinsproben zur Erde bestimmt ist, war in der Nacht zum Mittwoch vom Raumbahnhof Baikonur gestartet worden. Die beiden ersten Stufen der Trägerrakete „Zenit-2 SB“ funktionierten planmäßig. Nach zwei Fehlzündungen der Marschtriebwerke blieb Phobos-Grunt jedoch im erdnahen Weltraum, statt auf eine Übergangsbahn zum Mars umzuschwenken.

    Als Ursache für die Panne wird ein Programmierfehler vermutet. Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hofft, die Marssonde, an deren Bord sich  viele europäische Forschungsgeräte, darunter ein Neutronen-Spektrometer befinden sollen, noch retten zu können.

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