05:51 21 Januar 2018
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    ESA will neuen Kontakt zur fehlgeleiteten Phobos-Grunt herstellen

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    Marsmond-Sonde Phobos-Grunt (90)
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    Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) will in der Nacht zum Samstag noch einen Versuch von Funkkontakt zur fehlgeleiteten russischen Marsmond-Sonde Phobos-Grunt unternehmen.

    Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) will in der Nacht zum Samstag noch einen Versuch von Funkkontakt zur fehlgeleiteten russischen Marsmond-Sonde Phobos-Grunt unternehmen.

    Das teilte der ESA-Chef in Moskau, Rene Pischel, am Freitag mit. "Wir versuchen es noch ein Mal. Dann nimmt die Bodenstation im australischen Perth eine Pause bis Montag, um in der Nacht zum Dienstag einen weiteren Versuch zu unternehmen", sagte er.

    In der Nacht zum Mittwoch hatte die Station in Perth zum ersten Mal nach dem Start der Sonde vor zwei Wochen deren Signale empfangen. In der Nacht zum Donnerstag sendete Phobos-Grunt telemetrische Daten, die allerdings nicht entschlüsselt werden konnten. Am gleichen Tag erhielt eine russische Bodenstation im kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur die ersten "lesbaren" telemetrischen Daten. Die Bodenstation in Perth gehört zum europäischen ESTRACK-Netz von Funkstationen zur Kommunikation mit Satelliten und Raumsonden.

    Die 13,5 Tonnen schwere Raumsonde Phobos-Grunt war in der Nacht zum 9. November von Baikonur gestartet. In der Zwischenbahn zündeten die Marschtriebwerke, die die Sonde auf eine Flugbahn zum Mars bringen sollten, aus bisher unbekanntem Grund nicht. Alle Versuche, den Apparat neu zu programmieren, schlugen bislang fehl.

    In wenigen Wochen dürfte die Flugbahn der Phobos-Grunt stark sinken, die Sonde wird dann in die dichten Schichten der Atmosphäre eintreten und höchstwahrscheinlich zum größten Teil verglühen. Die Orte, wo die Trümmer niedergehen, könnten von Ballistik-Experten frühestens einen Tag vor dem eventuellen Einschlag berechnet werden.

    Die Phobos-Grunt sollte auf der Oberfläche des Mars-Mondes Phobos Bodenproben nehmen und sie zurück zur Erde bringen. Die etwa fünf Milliarden Rubel (knapp 120 Millionen Euro) teure spektakuläre Mission sollte 2,5 Jahre dauern.

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