11:09 18 Oktober 2017
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    Endlich global: Russisches Navi-System Glonass erfasst erstmals die ganze Erde

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    Russisches Navigationssystem GLONASS (170)
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    Die russische Orbitalgruppierung Glonass hat laut dem Pressesprecher des Unternehmens RKS (Russische Kosmische Systeme), Alexander Subachin, erstmals den Nutzern die Möglichkeit gegeben, weltweit deren Navigationssignale für präzise Ortung zu bekommen.

    Die russische Orbitalgruppierung Glonass hat laut dem Pressesprecher des Unternehmens RKS (Russische Kosmische Systeme), Alexander Subachin, erstmals den Nutzern die Möglichkeit gegeben, weltweit deren Navigationssignale für präzise Ortung zu bekommen.

    Wie der RKS-Sprecher am Donnerstag RIA Novosti mitteilte, ist der erste der drei Navigationssatelliten, die am 4. November auf Erdumlaufbahnen geschickt worden waren, um 6.00 Uhr MEZ in Betrieb genommen worden.

    Die Orbitalgruppierung Glonass verfügt Subachin zufolge insgesamt über 31 Navigationssatelliten. Das Navigationssystem basiere auf dem gleichzeitigen Betrieb von 24 Satelliten und decke die gesamte Erde ununterbrochen mit seinen Signalen ab. Drei weitere Satelliten sollen demnächst ihrer Bestimmung übergeben werden, zwei Satelliten werden gegenwärtig technisch gewartet, Systeme eines weiteren Flugapparats werden getestet und es gebe auch einen Reservesatelliten, teilte Subachin weiter mit.

    Die Satelliten Glonass-M werden von der „Informations-Satellitensysteme Reschetnjow“ AG entwickelt und gebaut. Seit 2003 ergänzen sie die Orbitalgruppierung Russlands. Ihre aktive Betriebszeit im Weltraum ist für sieben Jahre garantiert.


    Das russische globale Navigationssatellitensystem, das für Navigation und Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von bis zu einem Meter im militärischen wie auch im zivilen Bereich bestimmt ist, war 1993 in Betrieb genommen worden und soll dem US-amerikanischen Systems GPS Konkurrenz machen. Der Zugang zu zivilen Navigationssignalen des Glonass-Systems wird laut den Betreibern russischen und ausländischen Verbrauchern an jedem Punkt der Erde unentgeltlich und ohne Einschränkungen gewährt. 

    Im Dezember vergangenen Jahres hatte eine Panne die Inbetriebnahme des Systems behindert. Drei Glonass-Satelliten waren vom Kurs abgekommen und statt auf ihren Umlaufbahnen im Pazifik „gelandet“. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde Roskosmos sollen in den nächsten zehn Jahren 60 Milliarden Rubel (mehr als 1,4 Milliarden Euro) in Ausbau und Perfektionierung des Systems investiert werden.

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