05:26 28 September 2016
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Leben auf der Venus? Astronom will auf Sowjet-Aufnahmen Sensation entdeckt haben

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Aufnahmen der Venusoberfläche, die sowjetische Landesonden in den 1980er Jahren zur Erde übermittelt hatten, zeigen laut Leonid Ksanfomaliti vom russischen Institut für Weltraumforschung Objekte, die sich fortbewegen und laut Experten möglicherweise „Eigenschaften von Lebewesen“ besitzen.

Aufnahmen der Venusoberfläche, die sowjetische Landesonden in den 1980er Jahren zur Erde übermittelt hatten, zeigen laut Leonid Ksanfomaliti vom russischen Institut für Weltraumforschung Objekte, die sich fortbewegen und laut Experten möglicherweise „Eigenschaften von Lebewesen“ besitzen.

Wie der Forscher in der Zeitschrift „Astronomitscheski Westnik“ schreibt, „wurden auftauchende, sich verändernde bzw. verschwindende Objekte von beachtlicher Größe - von einem Dezimeter bis zu einem halben Meter - entdeckt“.

Die Sowjetunion hatte in den 1970er bis 1980er Jahren mehrere erfolgreiche Missionen zur Erforschung der Venus vollbracht, bei denen erste Bilder der Venusoberfläche gemacht wurden. Wegen der ständigen dichten Wolkenschicht um die Venus kann die Oberfläche des Planeten von der Erde aus nicht gesehen werden. Von den Sonden „Venera-9“ und „Venera-10“ im Jahr 1975 sowie von „Venera-13“ und „Venera-14“ im Jahr 1982 wurden mithilfe fotometrischer Scanner-Kameras Fernsehpanoramen des Planeten gewonnen.

Anlass zu der neuen Analyse der Ergebnisse der Venus-Missionen hatte „der große Zustrom von neuen Erkenntnissen bei der Erforschung von mittelgroßen Exoplaneten“ gegeben. Unter diesen außerhalb unseres Sonnensystems befindlichen Planeten müssen laut Ksanfomaliti auch Himmelskörper mit venusähnlichen Eigenschaften vorkommen.

Laut dem Astronomen wurden seit 1995 mehr als 500 Planeten entdeckt, die andere Gestirne umkreisen. Die Suche nach weiteren, für Leben geeigneten Planeten erfolge anhand der Grundvoraussetzung, dass in der „Lebenszone“ geeignete physische Bedingungen, vor allem Druck- und Temperaturwerte, herrschen und es möglicherweise auch eine erdähnliche Atmosphäre gibt. 

Der Verfasser schließt dabei nicht aus, dass gewisse Lebensformen unter ganz anderen Verhältnissen, etwa bei relativ hohen Temperaturen, existieren können. (Auf der Venusoberfläche herrschen Temperaturen von rund 460 Grad Celsius.) Ksanfomaliti analysiert in seinem Beitrag die Serie von aufeinanderfolgenden Venus-Aufnahmen vom 1. März 1982, auf denen mehrere Objekte, darunter eine Scheibe, die ihre Form verändert, ein „schwarzer Fetzen“ und ein Gegenstand, der wie ein Skorpion aussieht, auftauchen und wieder verschwinden.

Laut dem Wissenschaftler erlauben die morphologischen Merkmale der genannten Objekte die Vermutung, „dass ein Teil der entdeckten Objekte die Eigenschaften von Lebewesen hat“.

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