08:52 22 September 2018
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    Russlands Raumfahrtholding arbeitet an Roadmap für Flüge ins ferne Weltall mit

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    Die russische Raumfahrtholding Roskosmos will sich bei der Erarbeitung einer Roadmap für die globale Weltallerforschung (Global Exploration Roadmap) aktiv engagieren.

    Die russische Raumfahrtholding Roskosmos will sich bei der Erarbeitung einer Roadmap für die globale Weltallerforschung (Global Exploration Roadmap) aktiv engagieren.

    Das teilte der Leiter der Behörde, Wladimir Popowkin, in einer Sitzung der russisch-amerikanischen Raumfahrt-Arbeitsgruppe mit, die zur Präsidialkommission beider Länder gehört, heißt es in einem Bericht, der am Donnerstag auf der Webseite von Roskosmos veröffentlicht wurde.

    Die Sitzung der Kommission, an der von der US-amerikanischen Seite der NASA-Chef Charles Bolden teilnahm, fand im kanadischen Quebec statt.

    Wie Roskosmos mitteilt „wurde das Thema der gemeinsamen Projekte im Bereich der Erforschung und Nutzung des Weltraums außerhalb des niedrigen Orbits angeschnitten“.

    Mit der Ausarbeitung der Roadmap beschäftigt sich die Internationale Gruppe für Koordinierung der Nutzung des Weltraums (ISECG - International Space Exploration Coordination Group), der die Raumfahrtbehörden von Italien, Frankreich, Kanada, Deutschland, Japan, Südkorea und Großbritannien sowie die NASA, Roskosmos und die europäische Weltraumagentur EKA angehören. Das Dokument über die Schaffung der Raodmap war im September 2011 erarbeitet worden.

    Früher wurde mitgeteilt, dass die ISECG die Roadmap mit zwei Varianten zur Vorbereitung der Mars-Flüge, die in 25 Jahren beginnen sollen, vorgelegt hatte. Die erste Variante heißt „weiter zum Asteroiden“ und sieht zuerst den Flug von Kosmonauten zu einem bewohnbaren Modul im fernen All (Deep Space Habitat) im Zeitraum zwischen 2025 und 2028 vor. Und dann sollen in der Zeitspanne zwischen 2028 bis 2033 einpaar Raumschiffmissionen mit jeweils vier Kosmonauten an Bord zu Asteroiden folgen, die noch festzulegen sind.

    Die zweite Variante - „weiter zum Mond“ - sieht fünf Dauermissionen zum Mond mit Viermann-Besatzungen im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 vor. Danach sollen die Missionen zu dem bewohnbaren Modul im fernen Weltall, am Lagrange-Punkt des Erde-Mond-Systems, sowie zu Asteroiden im danach folgenden Jahrzehnt (nach 2030) folgen.

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