08:14 21 Juli 2018
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    US-Satellit nach 52 Jahren im All abgestürzt

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    Nach knapp 52 Jahren im All ist der Forschungssatellit Explorer 8, einer der ersten US-amerikanischen Satelliten, am Mittwochmorgen in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre eingetreten.

    Nach knapp 52 Jahren im All ist der Forschungssatellit Explorer 8, einer der ersten US-amerikanischen Satelliten, am Mittwochmorgen in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre eingetreten.

    Nach Angaben des Strategischen US-Kommandos sollte der Satellit um 02:15 Uhr MEZ (plus/minus vier Stunden) am Mittag niederfallen. Wie es aus der russischen Weltraumbranche inoffiziell hieß, war Explorer 8 um 07:23 Uhr Moskauer Zeit (04:23 Uhr MEZ) in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre eingetreten. Der Absturzort wurde nicht genannt.

    Der am 3. November 1960 gestartete Satellit mit einer Masse von nur 40,9 Kilogramm war dazu bestimmt, in Höhen zwischen 400 und 1600 Kilometer die Dichte und die Energie von Elektronen in der Ionosphäre zu messen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, Kleinstmeteoriten zu registrieren. Der Raumapparat war nur 54 Tage, bis zum 27. Dezember 1960, in Betrieb, dann waren seine Quecksilber-Batterien verbraucht.

    Immerhin konnte anhand der vom Satelliten übermittelten Daten die Existenz einer Heliumschicht in der Atmosphäre der Erde bestätigt werden.

    Explorer 8 ist noch nicht der älteste Satellit, der lange Zeit im Weltraum geblieben war. Der US-amerikanische Satellit Vanguard 1, der am 17. März 1958 ins All geschossen worden war, befindet sich immer noch im Orbit.