09:57 15 Dezember 2018
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    Sea Launch: Intelsat-19-Satellit auf Umlaufbahn gebracht

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    Eine Zenit-3SL-Trägerrakete, die am Freitag von der Seeplattform „Odyssey“ im Pazifik im Rahmen des Projekts Sea-Launch gestartet worden war, hat den Kommunikationssatelliten Intersat-19 auf eine Umlaufbahn gebracht. Das teilte ein Vertreter der Raketen- und Weltraumfirma Energija (RKK) RIA Novosti mit.

    Eine Zenit-3SL-Trägerrakete, die am Freitag von der Seeplattform „Odyssey“ im Pazifik im Rahmen des Projekts Sea-Launch gestartet worden war, hat den Kommunikationssatelliten Intersat-19 auf eine Umlaufbahn gebracht. Das teilte ein Vertreter der Raketen- und Weltraumfirma Energija (RKK) RIA Novosti mit.

    „Die Abtrennung des Weltraumapparats vom Booster DM-SL wurde registriert“, hieß es.

    Der Satellit Intelsat-19 war vom US-Unternehmen Space System Loral im Auftrag des globalen Satellitenbetreibers Intelsat entwickelt worden.

    Der Weltraumapparat zeichnet sich durch eine erhöhte Durchlassfähigkeit im Ku-Bereich aus. Im C-Bereich verfügt der Satellit über erweiterte Möglichkeiten zur Übertragung von internationalen Videosignalen über Asien und den Pazifik bis zum westlichen Teil der USA. Auf dem Satelliten sind 46 Transponder des C-Bereiches und 34 Transponder des Ku-Bereiches aufgestellt.

    Der Chef der Russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Wladimir Popowkin, teilte im Februar des laufenden Jahres mit, dass Roskosmos zusammen mit RKK Energija einen Business-Plan für die Wiederherstellung der Rentabilität des Sea-Launch-Projekts vorbereitet.  

    „Nach einer Pause, als das Sea-Launch-Projekt finanzielle Probleme hatte, kaufte die RKK Energija über ihre affilierte Struktur bei Boeing diese schwimmende Plattform. Damit Sea Launch rentabel ist, muss man drei bis vier Starts im Jahr vornehmen. Für die nächsten zwei Jahre haben wir schon solche Verträge“, sagte Popowkin.

    Das internationale Konsortium Sea Launch war 1995 gegründet worden. Nach der Reorganisation im Jahre 2010 gehören 95 Prozent der Aktien von Sea Launch dem Unternehmen Energia Overseas Limited, einer „Enkelin“, der russischen RKK Energija. Drei Prozent der Aktien hält eine Tochtergesellschaft der amerikanischen Luft- und Raumfahrtfirma Boeing und zwei Prozent das norwegische Schiffbauunternehmen Aker Solutions.

    Bisher wurden über 30 Starts der Trägerraketen Zenit-3SL von der schwimmenden Plattform im Stillen Ozean nach dem Sea-Launch-Programm vorgenommen. Ein Start davon war zum Teil erfolgreich, zwei Starts gingen schief.

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