20:48 17 Februar 2018
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    Russischer Neutronendetektor auf US-Marsmobil bewährt sich gut

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    Mars-Landung: „Curiosity“ macht neugierig (20)
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    Der auf dem Marsmobil „Curiosity“ aufgestellte russische Neutronendetektor DAN (Dynamische Neutronenalbedo) ist am Donnerstag erstmals eingeschaltet und erfolgreich überprüft worden. Das Gerät funktioniert normal, teilte Maxim Litwak, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften, RIA Novosti mit.

    Der auf dem Marsmobil „Curiosity“ aufgestellte russische Neutronendetektor DAN (Dynamische Neutronenalbedo) ist am Donnerstag erstmals eingeschaltet und erfolgreich überprüft worden. Das Gerät funktioniert normal, teilte Maxim Litwak, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften, RIA Novosti mit.

    „Der Detektor wurde eingeschaltet und überprüft. Alles funktioniert. Neutronen sieht er. Die Einschaltung war kurz, buchstäblich für einige Minuten. Das Gerät wird gemäß dem Arbeitsplan eingeschaltet“, sagte Litwak, der sich im Nasa-Laboratorium für reaktive Bewegung in Kaliforniern aufhält. 
    Der DAN-Detektor war am Institut für Weltraumforschung unter der Leitung von Igor Mitrofanow, Chef des Laboratoriums für Weltraum-Gammaspektroskopie entwickelt worden. Dieses Gerät stellt den Beitrag Russlands zum Projekt des Marsmobils dar.

    Bei dem DAN handelt es sich um einen „Neutronenfühler“. Der Neutronengenerator des Geräts bestrahlt die Oberfläche des Planeten mit schnellen Neutronen und bestimmt nach der Eigenschaft des Stroms von Sekundärneutronen den Wasserstoff- (folglich Wassergehalt) sowie den Gehalt von hydratisierten Mineralien.

    Die Zonen mit großer Menge solcher Stoffe stellen das größte Interesse für die Suche nach Lebensspuren dar.

    Das Gerät wurde in passivem Betrieb, ohne Inbetriebnahme des Generators, eingeschaltet.

    „Aber schon heute kann man sagen, dass sich das Gerät bewährt hat“, so Litwak.

    Die Technologie des Geräts wurde an zwei ähnlichen am Weltraumforschungsinstitut entwickelten Detektoren überprüft. Einer davon - der HAND-Detektor- ist bereits seit über zehn Jahren an Bord der Mars-Sonde „Odyssey“ in Betrieb. Seine Angaben zeigten, dass es in hohen Breiten des Planeten eine große Eismenge gibt - eine dichte Schicht des ewigen Frostbodens. Mithilfe des LAND-Detektors an Bord der LRO-Sonde konnte in Kratern nahe der Mondpole Eis gefunden werden.

    Um die Gefahr einer Ansteckung des Mars mit irdischen Mikroorganismen zu vermeiden, wählten die Nasa-Fachkräfte für das neue Marsmobil einen dem Äquator nahen Raum und nicht die Polarregionen aus, wo es wissentlich mehr Eis gibt.

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