17:05 15 Oktober 2018
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    Nasa will eigene bemannte ISS-Flüge wieder aufnehmen

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    Die Unternehmen Boeing und SpaceX werden Verträge für bemannte Flüge der US-Luft- und Raumfahrtbehörde (Nasa) bekommen. Der erste Flug ist für 2017 geplant, wie Nasa-Chef Charles Bolden mitteilte.

    Die Unternehmen Boeing und SpaceX werden Verträge für bemannte Flüge der US-Luft- und Raumfahrtbehörde (Nasa) bekommen. Der erste Flug ist für 2017 geplant, wie Nasa-Chef Charles Bolden mitteilte. 

    Seit der Beendigung des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 nutzen die USA für ihre Raumflüge russische Sojus-Trägerraketen und zahlen der russischen Seite 71 Millionen Dollar für jeden Start. 

    „Wir erfüllen das Versprechen von Präsident Obama, die Weltraumstarts auf das Territorium der USA zurückzubringen und unserer Abhängigkeit von den Russen ein Ende zu setzen“, so Bolden. 

    Seinen Worten nach werden die ursprünglichen Kosten des Projekts zur Entwicklung eines bemannten Raumschiffes, das zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen wird, etwa 6,8 Milliarden Dollar betragen. Beide Unternehmen werden Systeme auf der Grundlage der Landekapseln benutzen. 

    Boeing stellte für die Ausschreibung sein Projekt des Raumschiffes CST-100 und SpaceX das Projekt des Raumschiffes Dragon vor. 

    lden zufolge rechnen die USA damit, das erste eigene bemannte Raumschiff bis Ende 2017 von Cape Canaveral (Bundesstaat Florida) zu starten. 

    Die Chefin des kommerziellen bemannten Nasa-Programms, Cathy Lueders, erläuterte, dass der Vertrag bis zu sechs bemannte Flüge zur ISS vorsehe. An jeder Mission sollen je vier Astronauten teilnehmen. Dank dem neuen Raumschiff solle sich das ISS-Forschungspotential ungefähr verdoppeln. Außerdem könne es der Raumstation für die Dauer von bis zu 210 Tagen als Rettungskapsel dienen.  

    Nachdem die USA Sanktionen gegen Russland wegen des Krim-Beitritts und der Ereignisse um die Ukraine verhängt hatten, machten sie eine Ausnahme für jene Projekte, an denen sie selbst interessiert sind. Insbesondere für die ISS.  

    Unterdessen hatte der russische für die Verteidigungsindustrie zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin den Amerikanern in Twitter vorgeschlagen, „ihre Astronauten mit Hilfe eines Trampolins zur ISS zu bringen“.

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