16:29 16 Februar 2019
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    Kernkraftwerk in der Süd-Ukraine

    Experte warnt Kiew vor Einsatz amerikanischer Brennstäbe – „Schwere Folgen möglich“

    © Wikipedia/ Igor Niko
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    Die von der Regierung in Kiew erteilte Genehmigung für den Einsatz von Kernbrennstoff aus der Produktion des US-Unternehmens Westinghouse in ukrainischen Atomkraftwerken kann im Hinblick auf die nukleare Sicherheit schwere Folgen für Europa haben. Das erklärte der Vizepräsident des Maschinenbau-Verbandes Russlands, Wladimir Gutenjow, am Mittwoch in Moskau.

    Die von der Regierung in Kiew erteilte Genehmigung für den Einsatz von Kernbrennstoff aus der Produktion des US-Unternehmens Westinghouse in ukrainischen Atomkraftwerken kann im Hinblick auf die nukleare Sicherheit schwere Folgen für Europa haben. Das erklärte der Vizepräsident des Maschinenbau-Verbandes Russlands, Wladimir Gutenjow, am Mittwoch in Moskau.

    „Die Verwendung von Westinghouse-Brennelementen in Reaktoren russischer beziehungsweise sowjetischer Bauart, die in der Ukraine betrieben werden, erhöht drastisch die Gefahr technogener Katastrophen“, warnte der Experte. „Bedauerlicherweise geht die Ukraine jetzt diesen gefährlichen Weg. Negative Erfahrungen beim Einsatz US-amerikanischer Brennelemente in ukrainischen AKW sind bekannt: Kiew hatte seinerzeit auf diesen Kernbrennstoff verzichten müssen“, hieß es.

    Am Mittwoch hatte der stellvertretende Chef der staatlichen Kommission für nukleare Regulierung der Ukraine, Michail Gaschew, mitgeteilt, dass er die Einfuhr von modernisiertem Kernbrennstoff aus der Produktion von Westinghouse genehmigt hatte. „Die ersten Brennelemente treffen im Dezember im Südukrainischen Atomkraftwerk ein, wo sie in den dritten Reaktorblock beladen werden“, sagte er.

    Die Ukraine hatte beschlossen, die Lieferungen von Kernbrennstoff zu diversifizieren, um die Abhängigkeit vom russischen Brennstabhersteller TVEL zu verringern.

    Vor einigen Jahren waren im tschechischen Atomkraftwerk Temelin einige US-Brennstäbe undicht geworden, worauf Prag auf Dienste von Westinghouse verzichtet hatte. 2012/2013 gab es bereits Probleme mit Westinghouse-Brennelementen im Südukrainischen Atomkraftwerk.

    Gutenjow zufolge sollten alle Fragen, die mit dem Einsatz von neuem Kernbrennstoff zusammenhängen, in erster Linie mit dem Ursprungsland der Reaktoren – in diesem Fall mit Russland – abgestimmt werden.

     

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