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21:59 19 Oktober 2019
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    Internationale Raumstation (ISS)

    Roskosmos will neue russische Raumstation aus ISS-Teilen bauen

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    Die neue russische Weltraumstation, die ab 2023 im Orbit entstehen soll, soll auf der Basis der drei neuen Module gebaut werden, die 2017 an das russische Segment der Internationalen Raumstation (ISS) angekoppelt werden sollen.

    „Die nationale russische Orbitalstation kann auf der Grundlage der Module entstehen, die ab 2017 an die ISS angekoppelt werden“, bestätigte Juri Koptew, Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, zur Zeitung Iswestija. Es handle sich um das multifunktionale Labormodul MLM, ein Knotenmodul und das Forschungs- und Energiemodul NEM. „Sie werden jetzt von Roskosmos für den Ausbau des russischen ISS-Segments hergestellt“, sagte Koptew. Nach seinen Worten könnten diese Module bei Bedarf von der ISS abgekoppelt und für die neue russische Station genutzt werden.

    Roskosmos hatte bereits vor zwei Monaten angekündigt, den Betrieb der ISS aufgeben und eigene Weltraumstation bauen zu wollen. Der russische Staatschef Wladimir Putin bestätigte am Donnerstag bei seiner TV-Fragestunde, dass Russland im nächsten Jahrzehnt eine eigene Weltraumstation baue.

    Vor Beginn des internationalen ISS-Projekts hatte Russland die Raumstation „Mir“ betrieben, die 2001 im Pazifik versenkt wurde. Der „Mir“-Betrieb soll schätzungsweise 200 Millionen Dollar jährlich gekostet haben. 2011 sagte aber der damalige Roskosmos-Chef Juri Koptew, der „Mir“-Betrieb sei nicht aus finanziellen, sondern aus rein technischen Gründen eingestellt worden. Der technische Zustand der Raumstation sei „katastrophal“ gewesen. Es seien häufig „kritische Situationen“ entstanden, in denen die Station außer Kontrolle geriet.

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    Tags:
    Internationale Raumstation ISS, Roskosmos, Juri Koptew, Russland