02:38 23 November 2019
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    Der russische Vizepremier Dmitri Rogosin in der Arktis-Region

    Russland entwickelt schwimmendes AKW für Arktis-Einsatz - Vizepremier

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    Das weltweit erste schwimmende Atomkraftwerk soll zum Oktober 2016 in Russland gebaut werden, wie der russische Vizepremier Dmitri Rogosin am Dienstag in Moskau bei einem Treffen mit den Teilnehmern der 8. Jugendexpedition zum Nordpol sagte.

    Der Atomenergieblock „Akademik Lomonossow“ soll der Arktis-Erschließung dienen.

    „Es handelt sich faktisch um einen Atomreaktor, der an die jeweilige Küstenstruktur angekoppelt werden und über ein Kabel Energie in eine beliebige Stadt in der Arktis liefern kann. Das heißt, dass jede in der Arktis-Region gelegene Ortschaft mit Strom versorgt werden kann“, so Rogosin.

    Diese einzigartige Technologie habe nicht ihresgleichen in der Welt, betonte der Vizepremier.

    Ihm zufolge soll Spezialtechnik für die Erschließung der Arktis-Region, darunter Unterwasseranlagen zur Erforschung des arktischen Schelfs und des Meeresgrundes, entwickelt werden.

    Das Atomkraftwerk wird jetzt im Auftrag des russischen AKW-Betreibers „Konzern Rosenergoatom“ im Baltischen Werk in Sankt Petersburg gebaut.

    Die „Akademik Lomonossow“ wird nach dem Prinzip der serienüblichen Atomenergieanlage für Eisbrecher entwickelt und ist das Vorzeigeprojekt für eine künftige Serie von mobilen Atomenergieblöcken geringer Leistung, die Industriebetriebe, Hafenstädte sowie auf Schelfs gelegene Öl- und Gasförderanlagen mit Strom versorgen können.

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    Erdöl, Dmitri Rogosin, Moskau, Russland, Arktis