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13:01 18 Oktober 2019
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    Menschliche Überreste

    Chinesische Archäologen entdecken mysteriöse Grabstätte von 97 Menschen

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    Chinesische Archäologen haben die Überreste von 97 Menschen in einem 5000 Jahre alten Haus bei Ausgrabungen im nordöstlichen China entdeckt, wie das Portal Live Science berichtete.

    Es wurde vermutet, dass sie im Alter von 19 bis 35 Jahren an einer unbekannten Krankheit gestorben waren.

    Die gefundene Siedlung befindet sich in der Gegend „Hamin Mangha“, sie entstand noch vor der Entwicklung der Schrift in China. Laut der chinesischen archäologischen Zeitschrift „Kaogu“ ist Hamin Mangha die größte prähistorische Siedlung im nordöstlichen Teil Chinas. In dieser Zeit (vor 5000 Jahren) gründeten die Menschen kleine Siedlungen, sie jagten, sammelten und trieben Ackerbau. Davon zeugen Keramikfragmente, Schleifwerkzeuge, Pfeil- und Speerspitzen.

    Die Archäologen haben insgesamt 29 Häuser mit jeweils nur einem Zimmer und einem Herd entdeckt. Auf dem Boden eines Hauses mit 20 Quadratmeter Fläche haben sie Dutzende Skelette gefunden. Nachdem die Leichen im Haus gesammelt worden wären, sei das Haus vermutlich niedergebrannt worden, so die Archäologen Ya Wei Zhou und Hong Zhu. Höchstwahrscheinlich waren die Deckenbalken eingestürzt, was zur Deformierung einiger Schädel und Knochen von Gliedmaßen geführt hatte.

    Die chinesischen Anthropologen aus der Universität Jilin, die die Überreste untersuchen, haben vermutet, dass die Menschen aus dem bewussten Haus im Ergebnis einer prähistorischen Katastrophe  gestorben waren. Da die Nachbarn sie nicht rechtzeitig und nach allen Regeln begraben konnten, hatte man sie einfach auf dem Boden des Hauses aufgeschichtet.

    Eine ähnliche Bestattung wurde auf dem Territorium des Dorfes Miaozigou (Innere Mongolei, China) entdeckt.

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    Tags:
    Archäologie, Hong Zhu, Ya Wei Zhou, Miaozigou, Hamin Mangha, China