21:05 06 April 2020
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    Das Unternehmen Kusnezow in Samara hat die Produktion der neuen Raketentriebwerke NK-33A angekündigt, berichtet "Rossijskaja Gazeta" mit Hinweis auf den Pressedienst des Unternehmens.

    Diese Triebwerke werden als so genannte „Mond“-Triebwerke bezeichnet, weil es sich um eine Modifikation des NK-33-Modells handelt, das vor 40 Jahren für die sowjetische Mondrakete N-1 entwickelt wurde. Das Mondprogramm wurde im Ergebnis nicht umgesetzt, doch die Entwicklungen dieser Triebwerke liefen weiter.

    Das NK-33-Triebwerk soll bei leichten Raketen des Typs Sojus-2.1w eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine Zwei-Stufen-Rakete mit dem Beschleunigungsblock „Wolga“. Sie befördert militärische und zivile Satelliten auf die Umlaufbahn in einer Höhe von bis zu 1500 Kilometern. Die erste Sojus-2.1w mit dem Satelliten „Aist“ an Bord wurde am 28. Dezember 2013 vom Weltraumbahnhof Plessezk gestartet.

    Die Produktion der modifizierten Mond-Triebwerke soll 2019 im Auftrag des russischen Raketenbauers Progress aufgenommen werden.
    Wie der Pressedienst des Unternehmens in Samara mitteilte, bestand das Triebwerk am 28. April den vierten Feuertest. Das Triebwerk lief 157,5 Sekunden ohne Vorkommnisse. Die gesamte Laufzeit während der vier Starts belief sich auf 600 Sekunden.
    Anschließend beginnt die Reinigungsphase der NK-33A. Nach den Tests wird eine entsprechende Kommission einen Beschluss zur Zulassung des Triebwerks treffen.

    Das Triebwerk zeigte sich ausgezeichnet bei den Tests unter verschiedenen Bedingungen, sagte Kusnezow-Chefkonstrukteur Waleri Daniltschenko.
    Die überschwere Trägerrakete N-1, für die die NK-33-Triebwerke entwickelt wurden, galt als wegen ihrer Größe von 110 Metern und des Startgewichts von fast 2500 Tonnen als „Zaren-Rakete“. Sie wurde für bemannte interplanetare Flüge sowie für das sowjetische Mondprogramm und die Beförderung von schweren Raumstationen auf die Umlaufbahn zur Entwicklung eines interplanetaren Raumschiffs für Mars- und Venus-Flüge entwickelt.

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    Tags:
    Weltraum, Weltraumbahnhof Plessezk, NK-33A, Sojus-2.1w, Kusnezow-Unternehmen, Russland