17:59 14 Juli 2020
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    Per Echoortungssignalen von Delphinen haben Wissenschaftler herausgefunden, wie diese Meeressäugetiere einen sich im Wasser befindlichen Menschen „erkennen“. Die Sonarsignale, die mit einem Unterwassermikrofon aufgezeichnet wurden, wurden in Bilder umgewandelt, wie die britische Zeitung “Daily Mail” berichtete.

    Die Forschung wurde im Delphinarium der Stadt Puerto Aventuras (Bundesstaat Quintano Roo, Mexico) durchgeführt. Taucher Jim McDonough band sich einen Bleigürtel um und atmete aktiv aus. Es wurde kein Tauchgerät eingesetzt, weil die von diesem erzeugten Bläschen den Ausgang des Experimentes beeinflusst hätten. Die Signale (das mit dem Mikrofon aufgezeichnete Echo der Signale des Delfins, die an McDonough gerichtet wurden) wurden dem britischen Wissenschaftler John Stuart Reid, Experten für akustische Physik und Entwickler des Geräts für Audio-Visualisierung CymaScope, übermittelt.

    Das Gerät konvertiert Lautvibrationen in Wasserschwingungen. Zuerst luden die Wissenschaftler die Reihe der Ultraschall- und Echoortungssignale des Delphins in CymaScope hoch, indem sie bei der Kamera die Videofunktion einschalteten. Auf der Wasseroberfläche sahen sie eine seltsame Form. Dann spulten sie das Video zurück, Aufnahme für Aufnahme, und nach einer Weile sahen sie die dunkle Silhouette eines Menschen. Die Computerbearbeitung der Aufnahme brachte neue Details (insbesondere konnten die Forscher den Bleigürtel von McDonough erkennen).

    Im Jahr 2012 hatte die Biologen mit Hilfe derselben Methode herausgefunden, wie die Tiere nichtlebende Objekte wahrnehmen. So können die Delfine mit ihrer Echoortung nicht nur die Schatten von Objekten, sondern auch ihre Umrisse auf der Wasseroberfläche sehen. „Wir denken, dass die Delfine die visuelle Lautsprache — die Sprache der Bilder, die sie einander mitteilen, benutzen können (indem sie die Bilder mit Echoortungsignalen verschlüsseln — Anm. d. R.)“, sagte Forschungsleiter Jack Kassewitz.

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    Tags:
    Delfin, Jim McDonough