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20:28 15 Oktober 2019
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    Die zwei Raumapparate der Serie Perseus-M

    Russische Privatfirma verkauft erstmals Satelliten in die USA

    © Foto: Dauria Aerospace
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    Zum ersten Mal hat ein russisches Privatunternehmen zwei Satelliten in die USA verkauft. Der entsprechende Deal wurde zwischen der US-Firma Aquila Space und der russischen Firma Dauria Aerospace abgewickelt.

    Es geht dabei um Raumapparate, die bereits in der Erdumlaufbahn in Betrieb sind, und um Lizenzen für die Anwendung von Technologien, teilte der Generaldirektor von Dauria Aerospace, Sergej Iwanow, gegenüber RIA Novosti mit. „Der volle Preis wird zwischen 4,35 und sechs Millionen Dollar betragen, abhängig von der Höhe der Lizenzzahlungen“, ergänzte er. 

    Die zwei Raumapparate der Serie Perseus-M waren im Juni 2014 mit einer Trägerrakete Dnepr vom Weltraumbahnhof Jasny ins Weltall gestartet worden. In den vergangenen anderthalb Jahren wurden die technischen Daten der beiden Satelliten bestätigt. Die russische und die amerikanische Abteilung von Dauria Aerospace hatten die Apparate gemeinsam hergestellt.

    Perseus-M-Satelliten sind unter anderem in der Lage, Schiffe zu orten und Unfälle auf Flüssen und Meeren zu verhindern.

    Dank des erfolgreichen Raumstarts konnte Dauria Aerospace mehrere technologische Aufgaben erfolgreich lösen: elektronische Geräte, darunter die Satelliten-Software, konnten getestet und die Infrastruktur auf der Erde entwickelt werden. Diese Erfahrungen werden bei der Arbeit an neuen Serien von Raumapparaten MKA-N und Auriga verwendet.

    „Wir freuen uns, den wohl ersten privaten Vertrag in der Raumfahrt zu vollenden“, sagte Iwanow. „Der erfolgreiche Start und der weitere Betrieb der Satelliten in der Erdumlaufbahn (…) sind ein Beweis für die Kompetenz und das technologische Niveau des Dauria-Teams.“

    Nach seinen Worten wurden die Plattform und mehrere wichtige Teilsysteme der Firma Dauria zu Flügen zugelassen, „was an sich eine positive Sache ist und unseren ersten kommerziellen Verkauf von Apparaten in der Erdumlaufbahn ermöglicht hat.“

    „Die bei der Umsetzung des Perseus-M-Projekts gesammelten Erfahrungen sind sowohl für unsere Entwickler als auch für die Kommersanten äußerst wertvoll“, sagte Iwanow weiter. Er zeigte sich überzeugt, dass auch die Firma Aquila Space sehr davon profitieren wird und „dass unsere Perseus-Geräte noch länger als geplant und vertraglich vorgesehen funktionieren werden“.

    Wie der Vizepräsident und Exekutivdirektor des Clusters für Raumfahrttechnologien und Telekommunikationen Skolkowo, Alexej Beljakow, seinerseits sagte, „hat die Firma Dauria ihre Fähigkeiten bei der Produktion von auf dem Weltmarkt konkurrenzfähigen Satelliten unter Beweis gestellt. Derzeit befasst sich die Firma bekanntlich mit der Entwicklung bzw. dem Bau einer Gruppierung der neuesten Auriga-Satelliten, und zwar unter Mitwirkung der Stiftung Skolkowo und anderer Entwicklungsinstitute.“

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    Tags:
    Perseus-M, Skolkowo, Dauria Aerospace, Alexej Beljakow, Sergej Iwanow, USA, Russland