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22:35 19 Oktober 2019
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    Die Moskauer nationale Forschungs- und Technologie-Universität MISIS

    Moskauer Universität MISIS errichtet Zentrum für Prototypenbau

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    Die Moskauer nationale Forschungs- und Technologie-Universität MISIS hat den Bau eines Engineering-Zentrums für Prototypenbau abgeschlossen, das im Herbst seinen Betrieb aufnehmen wird, wie die Rektorin der Universität, Alewtina Tschernikowa, am Donnerstag mitteilte.

    Den Schöpfern des Zentrums zufolge wird die Einrichtung zu einem universellen modernen digitalen High-Tech-Labor für Herstellung und Gestaltung von industriellem Design komplizierter Prototypen für die russische und internationale Industrie.

    Das Zentrum für Prototypenbau werde gerade in der Universität MISIS eingerichtet, weil die Universität sich zur führenden Hochschule in Russland im Bereich Materialforschung, Metallurgie und Bergwesen entwickelt habe, weil es dort die gesamte notwendige Infrastruktur gebe, die zur Lösung von schwierigen technischen Aufgaben notwendig sei, so Tschernikowa.

    „Die russischen Wissenschaftler stoßen immer häufiger auf Aufgaben von nationalem und globalem Ausmaß, die ein interdisziplinäres Herangehen erfordern. Kein einziges Labor kann sie alleine lösen. Die Infrastruktur unserer Universität wird den Wissenschaftlern helfen, dies in Kooperation mit ausländischen Kollegen zu tun“, so die Rektorin.

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    Auf  der Basis des Zentrums soll ein vollständiger Zyklus der Entwicklung von Innovationsprodukten entstehen, beginnend mit der Auswahl von motivierten Schulabsolventen, sagte Tschernikowa.

    „Unsere Anstrengungen sind darauf gerichtet, dass die Universität auf die Herausforderungen der Unternehmensgemeinschaft eine würdige Antwort gibt, eine eigene wissenschaftliche Tagesordnung herausbildet und Spezialisten vorbereitet, die in solchen hochtechnologischen Zentren arbeiten werden.“

    Die wichtigsten Richtungen der Tätigkeit des Zentrums sind Flugwesen, Bioingenieurwesen, Medizin, Weltraumforschung und Rüstungsindustrie. Die Mitarbeiter des Zentrums haben bereits einige Projekte für führende Unternehmen des Landes, darunter der Prototyp eines Weltraumschiffs der neuen Generation im Auftrag des Unternehmens „Energija“, die Schaffung eines neuen Standortes für die Kosmonauten in Kooperation mit dem Forschungs- und Industrieunternehmen „Swesda“ umgesetzt, so der Leiter des Zentrums, der Industriedesigner und Entwickler der Fackel für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 Wladimir Piroschkow.

    „Ein Prototyp ist ein Objekt, das es vorher nicht gegeben hat. Wenn man ein neues Weltraumschiff, ein Auto bzw. einen Satelliten entwickelt, muss das zum ersten Mal gebaut werden. In Russland erfolgte diese Arbeit immer auf Grundlage der Unternehmen, doch nicht viele können sich das leisten. Deswegen haben wir beschlossen, einen Multi-Branchen-Standort einzurichten, wo fast jedes Objekt entwickelt werden kann. In der Welt gibt es wohl noch keine solchen Zentren“, so Piroschkow.

    Der Leiter des Zentrums sprach auch von der Wichtigkeit der maximalen Annäherung der professionellen Ausbildung an die reale Produktion, damit die Absolventen der technischen Hochschulen keine Probleme haben, einen Job zu finden.

    „Wir haben beschlossen, unsere Studenten an ein neues Leben anzupassen. Dazu haben wir Partnerschaftsbeziehungen mit dem Massachusetts Institute of Technology, MIT, aufgenommen, wir vereinbaren ein gemeinsames angewandtes Master-Studium mit einigen italienischen Hochschulen. Wir wollen auch, dass unsere Mitbürger, die im Ausland arbeiten, nach Russland zurückkehren und in Russland arbeiten können. Unser Zentrum kann für viele Wissenschaftler und Ingenieure solch ein Magnet werden“, so Piroschkow.

    Kakerlaken-Roboter
    © Foto : Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität

    Die Produktionsbasis des Zentrums sind 29 nagelneue technologische Anlagen und Maschinen, die Hochpräzisionsteile in kleiner Serie und Industriemuster mit einem hohen Grad der technologischen Durcharbeitung herstellen können, die den heutigen Anforderungen an das Industriedesign entsprechen. Die Gesamtfläche des Zentrums beträgt 3500 Quadratmeter.

    Dank den funktionalen Möglichkeiten des Zentrums können im Digitalformat komplizierte funktionale Erzeugnisse in Multi-Branchenformaten berechnet und gebaut werden. Die Größe der Objekte variiert von Mikron bis zu 20 Metern.

    „Unser Zentrum wird eine Art Zauberstab für Wissenschaftler sein. Falls jemand den Traum hat, eine Antigravitation zu schaffen und sich beispielsweise in der Zeit zu bewegen, kann man bei uns versuchen, dies zu tun“, scherzte Piroschkow.

    Das Zentrum für Prototypenbau der Universität MISIS wurde mit Unterstützung des Bildungsministeriums und des Industrie- und Handelsministeriums der Russischen Föderation ins Leben gerufen.

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    Tags:
    MISIS, Alewtina Tschernikowa, Russland