00:16 05 April 2020
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    Im Einzugsgebiet des Issyk-Kul-Sees in Kirgistan (Zentralasien) sind von Ortsbewohnern Überreste eines Steppenmammuts entdeckt worden. Wie Jewgeni Maschtschenko, Mitarbeiter des russischen Paläontologischen Institutes, gegenüber Sputnik sagte, stammt der fossile Fund aus dem Mittelpleistozän.

    Die Gebeine seien der biologischen Art Mammuthus trogontherii zuzuordnen, die in Eurasien beheimatet und vor elf bis zehn Jahrtausenden ausgestorben ist, so der Wissenschaftler.

    Mammutsreste
    © Foto : Pressedienst des Bevollmächtigten der Regierung Kirgistans im Gebiet Issyk-Kul
    Mammutsreste

    Ihm zufolge war das Rüsseltier bis zu 4,7 Meter groß und etwa zehn Tonnen schwer. Die Steppenmammute sind Vorfahren der Wollhaarmammute (Mammuthus primigenius), die vor 135.000 bis 11.000 Jahren in weiten Teilen Europas, Asiens, Afrikas und Nordamerikas lebten und deren Abbildungen oft in Büchern anzutreffen sind.

    Laut Maschtschenko lagern am Issyk-Kul-See, in der Niederung des Schergalan-Flusses, höchstwahrscheinlich weitere werftvolle Tierüberreste. Der Wissenschaftler äußerte sein Bedauern darüber, dass die Mammutreste nicht in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben und der Schädel und die Stoßzähne teilweise zerstört sind. „Es sind normgerechte Ausgrabungsarbeiten unter Teilnahme von ausgebildeten Paläontologen erforderlich“, so Maschtschenko.

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    Tags:
    Mammut, Kirgistan