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    Bloß nicht verschlafen: Was man zur Sommerzeit wissen muss

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    In der Nacht zum Ostersonntag, vom 26. auf den 27. März, wird die Zeit eine Stunde vorgestellt. Zum Glück gibt es noch den Ostermontag, sonst würden viele sicher eine Stunde später zur Arbeit kommen.

    Die meisten Deutschen bezeichnen die Zeitumstellung als eine geklaute Stunde. Aber egal, was man davon hält, es gibt ein paar Details, die man beachten muss, damit nichts schief geht.

    Wann stelle ich die Zeit um?

    Dieses Wochenende und zwar genau, in der Nacht zu Ostersonntag, vom 26. auf den 27. März, um 2 Uhr. Um diese Zeit sollte man die Uhren eine Stunde vorstellen – auf 3 Uhr. Und obwohl sich die meisten modernen Uhren und Mobiltelefone glücklicherweise automatisch umstellen, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und noch einmal nachschauen.

    In welche Richtung drehe ich den Zeiger?

    Um nichts zu verwechseln, sollte man sich einfach diese Worte merken: „Frühling vor, Herbst zurück“. Mit anderen Worten: Im Frühling drehen wir den Zeiger vor und im Herbst zurück. So einfach ist das.

    Warum stellen wir überhaupt die Zeit um?

    Zum ersten Mal wurde die Zeitumstellung im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn während des Ersten Weltkrieges eingeführt, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Anschließend haben diese Praxis auch die Alliierten übernommen.

    Die Idee an sich schlugen unabhängig voneinander der Insektenforscher George Vernon Hudson und der britische Geschäftsmann William Willett jeweils 1895 und 1907 vor. Zu der Zeit jedoch fand die Idee noch keinen besonderen Anklang.

    Wie übersteht man die Folgen der Zeitumstellung?

    Viele sind der Meinung, dass ihnen durch die Zeitumstellung eine Stunde Schlaf geklaut würde. Wer also wirklich Angst hat, dass er sich am nächsten Tag müde fühlen wird, sollte einfach eine Stunde früher ins Bett gehen. Somit werden die Folgen des kleinen Uhren-Jetlags ausbalanciert.

    Hat die Zeitumstellung denn auch Vorteile?

    In dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Einige Experten sagen, dass die Zeitumstellung dazu beiträgt, Energie zu sparen und Verkehrsunfälle sowie Verbrechen zu reduzieren. Fürs Geschäft sei es auch günstiger, die Uhren eine Stunde vorzustellen. Andere glauben nicht an die Reduzierung des Energieverbrauchs und sind der Meinung, dass durch die Zeitumstellung gesundheitliche Probleme entstehen würden.

    Dennoch zeigt eine Forschung, dass Kinder von der Zeitumstellung  gesundheitlich profitieren, wie der britische The Mirror berichtet. 23.000 Kinder aus England, Australien, den USA, Norwegen, Dänemark, Estland, der Schweiz, Brasilien und von der portugiesischen Insel Madeira nahmen an der Studie teil. Die Kinder trugen elektronische Geräte, welche ihre Körperbewegungen maßen. Schließlich stellte sich heraus, dass ihre Aktivität an Sommertagen um 20 Prozent höher war, wenn die Sonne nach 21 Uhr unterging, als zu Wintertagen.

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    Tags:
    Sommerzeit, Zeitumstellung, Deutschland