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    Alpa-Centauri-Projekt: Russischer Investor sucht mit Hawking außerirdisches Leben

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    Der russische Großunternehmer Juri Milner und der britische Astrophysiker Stephen Hawking werden demnächst die Entwicklung eines Satelliten ankündigen, der zum Alpha Centauri geschickt werden soll.

    Wie die Online-Zeitung Lenta.ru unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, trägt diese Initiative den Namen Breakthrough Starshot. Das könnte die erste Mission eines von Menschen gebauten Geräts zu einem anderen Stern werden.

    Das neue Projekt ist quasi die Fortsetzung der Initiative Breakthrough Listen, die im Sommer 2015 gestartet wurde und der Suche nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen gewidmet war.

    Bei dem Apparat, der ins Alpha-Centauri-System geschickt werden soll, handelt es sich um einen Nanosatelliten mit Lasersegeln. Seine Geschwindigkeit könnte 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen. (Die Lichtgeschwindigkeit beträgt etwa 300 000 Kilometer pro Sekunde.) Die Beschleunigung soll dank vieler Laser ermöglicht werden.

    Die Entwicklung des Satelliten für Missionen zu anderen Sternen und eines dafür geeigneten Lasersystems könnte mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen. An einem ähnlichen Projekt unter dem Namen DE-STAR (Directed Energy System for Targeting of Asteroids and ExploRation) arbeitet auch die NASA.

    Der Leiter dieses Projekts ist der Astrophysiker Philip Lubin von der University of California in Santa Barbara. Eine typische Kleinsonde für Sternenreisen könnte Elemente der Nanophotonik enthalten, einen kleinen (ein Watt starken) thermoelektrischen Generator mit Radioisotopen, Nanomotoren, einen Dünnschicht-Superkondensator für die Energiespeicherung und eine kleine Kamera haben. Das runde Lasersegel eines solchen Gerätes könnte einen Durchmesser von einem Meter haben. Das DE-STAR-4-System könnte einen solchen Apparat bis zu einer Geschwindigkeit beschleunigen, die etwa ein Viertel der Lichtgeschwindigkeit ausmacht. Das würde etwa zehn Minuten in Anspruch nehmen. Das wäre ausreichend, um eine solche Kleinsonde den Alpha Centauri in 15 Jahren erreichen zu lassen.

    Der Doppelstern Alpha Centauri ist etwa 4,36 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diesem System (Sterne A und B) gehört wahrscheinlich auch der rote Zwerg Alpha Centauri C an. Die Sterne A und B ähneln nach ihren physischen Eigenschaften der Sonne, sind aber 1,5 Milliarden Jahre älter.

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    Tags:
    Philip Lubin, Stephen Hawking, Juri Milner, Alpha-Centauri-System