17:57 28 März 2017
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    Wikipedia: Eine bürokratische Oligarchie?

    © Wikipedia/ Lane Hartwell
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    Soziologen haben den Arbeitsprozess bei Wikipedia und die Interaktion zwischen den dortigen Redakteuren untersucht und sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die virtuelle Enzyklopädie von eisernen Gesetzen der Oligarchie geprägt ist. Die Untersuchung erschien bei Future Internet.

    Im Rahmen der Studie wurden die soziale Hierarchie und die Verhaltensnormen unter den Wikipedia-Redakteuren unter die Lupe genommen. Dabei wurden die für die Untersuchung genutzten Daten der Zeitperiode von 2001 bis 2015 entnommen.

    Schließlich stellten die Wissenschaftler mehrere Besonderheiten bei Wikipedia fest. Unter anderem erwähnen die Soziologen das eiserne Gesetz der Oligarchie. Die Grundlagen, die von den etwa 100 ersten Redakteuren festgelegt wurden, sind laut der Studie auch heute aktuell, obwohl zurzeit bis zu 30.000 Redakteure tätig sind. Dabei hätten nur wenige Mitarbeiter das endgültige Sagen auf der Seite. Und diese Tendenz werde sich in Zukunft nur weiterentwickeln.

    Außerdem zeigt die Forschung, dass Wikipedia aus evolutionärer Sicht ziemlich konservativ ist und die von Beginn an festgelegten Normen beibehält. Trotz des schnellen Wachstums der Gemeinschaft der Enzyklopädie blieben 89 Prozent der Normen unverändert, so die Studie.

    Demnächst haben die Wissenschaftler vor, ihre Untersuchung vom Standpunkt der Kulturanthropologie fortzusetzen.

    „Wir müssen begreifen, wie diese Systeme funktionieren, wenn wir verstehen wollen, wie die Wirtschaft der Zukunft sich entwickeln wird. Sie haben keine Gesetze, sie haben nur Traditionen und Normen“, kommentierte einer der Forscher.

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    Forschung, Wikipedia
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    Alle Kommentare

    • irrenhaus _
      Wikipedia ist mittlerweile ein verkommenes Propagandamedium.

      Sie ist dort am interessantesten, wo die Diskussionen laufen.
      Dort eitert deutlich heraus, mit welcher Doppelzüngigkeit in den Artikeln herumgetürkt wird, um politische Meinungsmache zu betreiben.

      Beispiel (insbesondere User "Berihert"): de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Wladimir_Wladimirowitsch_Putin#EInleitung_ist_nicht_neutral
    • avatar
      A.Winkler
      Wie das bei Wikipedia läuft, ist beispielhaft in dem Film "Die dunkle Seite der Wikipedia" dokumentiert. Für politische Themen ist dieses Medium gänzlich untauglich, denn statt einen neutralen Wissensspeicher zu bieten, übt sich dieser Verein in Diskreditierung, Geschichtsklitterung und Propaganda.
    • In manchen Themen haben die Wikipedia schon Recht z.B.: Naturkunde, Physik, Chemie, Medizin, Astronomie, Biologie, Zoologie, Meteologie bzw. alles was mit Naturwisseschaftlichen Themen zu tun hat!! Lügen tun die Wikipedia bei politischen Themen aber umso gewaltiger!!
    • Wikipedia ist bei nicht politischen Themen noch gut verwendbar. Aber sobald es um Politik, bestimmte Geschehennisse und ganz besonders um Russland geht, dann kann man auch direkt die BILD lesen. Das macht keinen Unterschied.
    • avatar
      m.manie
      Wikipedia parteilich? Was sonst?

      Eigentlich gar nichts Neues seit langen Jahren. Dort müssen nur die geschichtlich bzw. 'politisch' gemünzten Einträge aufmerksam gelesen werden: Eindeutig von der 'Atlantik-Brücke' geprägt und nur in deren Sinn!

      Und wenn bekannt ist, was Wikipedia nicht verschweigt sondern geradezu stolz ausbreitet, dass 'Leidmedien' wie Spiegel, Süddeutsche, Stern, FAZ usw., welche sämtlich von der 'Atlantik-Brücke' beherrscht, dann kann nur solch ein Ergebnis rauskommen: Lüge mit der Wahrheit durch Übertreiben, Verschweigen, bewusst irreführende Wortwahl bzw. Bilddarbietung!
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