17:00 20 Juni 2019
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    Künstliches Leben bald Realität? Strenggeheime Gentechnik-Konferenz in Harvard

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    Eine Geheimkonferenz zur Erschaffung eines synthetischen Genoms ist an der Harvard Medical School durchgeführt worden, wie Medien berichten. Eine Genom-Synthese würde die Möglichkeiten der Gentechnik wesentlich erweitern und könne gar zur Kreation künstlicher Menschen führen.

    Rund einhundert Wissenschaftler, Juristen und Unternehmer sollen an dem Treffen teilgenommen haben. Allerdings wurde kein einziger Journalist eingeladen. Diejenigen, die am Treffen teilgenommen hatten, mussten eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben.

    Laut einer Meldung der New York Times soll ein komplett synthetisches menschliches Genom geschaffen werden. Dabei sollen Chemikalien genutzt werden, um die in menschlichen Chromosomen nötige komplette DNA herzustellen. Zwar ist das Projekt bislang noch eine Idee, aber wenn diese umgesetzt werden sollte, würde es möglich, einen Menschen ganz ohne biologische Eltern zu erschaffen. Damit soll das menschliche Genom quasi komplett geschrieben werden.

    George Church, ein Mitinitiator des Projektes, erläuterte jedoch, das Ziel des Projekts sei nicht die Schaffung von Menschen, sondern eher von Zellen. Außerdem gehe es darum, die DNA im Allgemeinen besser synthetisieren zu können.

    Was die Geheimhaltung des Treffens betrifft, sei diese darauf zurückzuführen, dass die Initiatoren des Projekts einem wissenschaftlichen Journal gewisse Informationen zur Publikation überreicht haben, so Church. Dieses soll dann exklusiv Einzelheiten über das Projekt berichten dürfen.

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    Wissenschaft, DNA, Harvard Universität