14:03 08 Juli 2020
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    Eine Dauerbehandlung mit Antibiotika, die Darmbakterien töten, verlangsamt die Entstehung neuer Gehirnzellen und löst eine Gedächtnisschwäche aus, stellten Biologen im deutschen Zentrum für Molekulare Medizin fest. Eine diesbezügliche Studie wurde im Journal „Cell Reports“ veröffentlicht.

    Einer Gruppe von Versuchsmäusen, die sieben Wochen lang gewöhnliches reines Wasser getrunken hatten, wurden im Wasser gelöste Antibiotika verabreicht. Infolgedessen ist die Anzahl der Nervenzellen in dem Hirnabschnitt der Tiere, der für die Umsetzung des Kurzzeitgedächtnisses ins Langzeitgedächtnis sowie für die Entwicklung von Emotionen verantwortlich ist, zurückgegangen.

    Die Forscher erklären dieses Ergebnis damit, dass Darmbakterien die Entwicklung des zentralen Nervensystems beeinflussen.

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