19:00 19 August 2017
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    „Gedanken sind frei“ – wie lange noch? US-Forscher übersetzen Denken in Sprache

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    Amerikanische Forscher haben eine Technologie entwickelt, mit deren Hilfe Gedanken in Worte übertragen werden können. Grundlage der Arbeit stellten Analysen der Gehirnaktivität dar.

    Forscher der University of California, Berkeley, beobachteten die Gehirnaktivität beim Sprechen, dem Denken und dem Wahrnehmen von Wörtern. Nach jahrelangen Experimenten haben es die Wissenschaftler geschafft, das neue Gerät ein vom Menschen gedachtes Wort durch Aktivitätsanalyse der Temporallappen wiedergeben zu lassen. Das Gerät funktioniert nach folgendem Prinzip: Es dekodiert das Signal im Gehirn in dem Moment, in dem wir an ein konkretes Wort denken, konvertiert dies in eine Audiodatei, die dann wiederum am Sprachgerät reproduziert wird.

    Diese unikale Technologie kann den Forschern zufolge Menschen mit Sprachstörungen bei der Artikulation helfen. Das Hauptziel des Gerätes sei es, Patienten mit Lähmungen oder Lou-Gehrig-Syndrom zu helfen. „Es gibt viele neurologische Krankheiten, die die menschliche Aussprache begrenzen, obwohl den Patienten völlig bewusst ist, was sie eigentlich sagen wollen“, sagte Professor Robert Knight gegenüber „Daily Mail“.

    Die Wissenschaftler planen nun die Entwicklung eines handlichen solchen Gerätes, damit die Menschen es im Alltag nutzen können. Aber dafür braucht es noch zahlreiche Teste und enorme Forschungsarbeit. Eine Zeitspanne ist bislang nicht benannt worden.

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    Tags:
    Gehirn, Test, Forschung, Wissenschaft, Krankheit, Kalifornien, USA
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