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00:52 20 September 2019
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    Wieso wurde Stonehenge von Wales nach Wiltshire verlegt? – Neue Erkenntnisse

    CC BY-SA 2.0 / Alex Ranaldi / Stonehenge
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    Die Waliser haben Stonehenge aus einem kulturellen Grund von Wales nach Wiltshire gebracht, berichtet „The Telegraph“.

    Die Forscher um den Archäologen Mike Parker Pearson vom Archäologieinstitut des University College London haben Ende 2015 den Ursprungsort der Dolerit-Steine entdeckt. Die Steine (sogenannte „Blue Stones“, auch Dolerit) für das Monument stammen aus dem heutigen Wales und sind erst 500 Jahre später in den englischen Süden gebracht worden. Allerdings konnten die Forscher nicht verstehen, wozu die Steine von Wales in die englische Grafschaft Wiltshire transportiert wurden.

    Zurzeit sind die Wissenschaftler der Auffassung, die Waliser haben Stonehenge zum Gedenken an ihre Vorfahren in den Süden Englands gebracht.

    Den Forschern zufolge diente das Denkmal rituellen Zwecken, darunter auch Begräbnissen. Die Waliser konnten die Überreste ihrer Vorfahren nicht mitnehmen, weshalb sie symbolisch mehrere Steine ihrer Grabstätte verlegten.

    Der globale Klimawandel droht laut wissenschaftlichen Angaben dem gigantischen Bauwerk. Der Winter wird immer wärmer und im Ergebnis steigt die Zahl der Nagetiere rasant an. Diese wohnen in kleinen Höhlen und können archäologische Ablagerungen beschädigen und somit den Aufbau der Steine destabilisieren.

    Die Steinkreis-Anlage Stonehenge liegt im mittleren Süden Englands, in der Grafschaft Wiltshire nahe der Stadt Salisbury. Sie ist aufgrund ihrer monumentalen Ausmaße und der unvorstellbaren Leistung der Erbauer in aller Welt bekannt. Um die geheimnisvolle Kultstätte ranken sich viele Legenden. Lange wurde das Bauwerk den Druiden zugeschrieben. Oft wird Stonehenge auch mit der Artussage in Verbindung gebracht. Seit 1986 zählt die UNSECO die Stätte zum Weltkulturerbe.

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    Tags:
    Denkmal, Forschung, UNESCO, Wales