05:06 25 Februar 2020
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    Forscher aus Singapur haben ein Mini-Hirn im Labor gezüchtet, berichtet das Portal meddaily. Das künstliche Denkorgan ist gerademal drei Millimeter lang, jedoch voll funktionstüchtig.

    Die Wissenschaftler wollen die entstandene Struktur dazu nutzen, die Parkinson-Krankheit und andere neurologische Leiden zu erforschen. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass bei Parkinson-Patienten die Neuromelanin-Synthese zurückgeht. Zugleich wird die Dopamin-Erzeugung gestört.

    Die Neurowissenschaftler haben es geschafft, die Hirnzellen zur Neuromelanin-Synthese anzuregen. Zudem verfügen sie über ein Mini-Hirn mit funktional aktiven dopaminergen Neuronen. Das künstliche Organ entwickelt sich also wie ein echtes: Zellteilung findet statt, neuronale Verknüpfungen entstehen.

    Die Forscher wollen das künstliche Gehirn zu Arzneimitteltests nutzen. Es ermöglicht ihnen, zahlreiche Krankheiten ohne Tierversuche zu erforschen. Dadurch werden ethische Einwände gegen Hirnforscher entkräftet.

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    Tags:
    Gehirn