15:39 18 Januar 2020
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    Ende August wollen Astrophysiker die Entdeckung eines maximal erdähnlichen Exoplaneten offiziell bekannt geben, der den unserer Sonne nächsten Stern Proxima Centauri umkreist, wie die Zeitung „The Independent“ berichtet.

    Dieser Exoplanet soll sich auf einer günstigen Umlaufbahn befinden, sodass auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser vorkommen könne. Diese Sensation wolle die Europäische Südsternwarte bekannt geben, deren Astrophysiker den Planeten mit Hilfe des Spiegelteleskops auf dem Berg La Silla in der chilenischen Atacama-Wüste entdeckt haben sollen. Die Journalisten hatten Kontakt zu den Wissenschaftlern aufgenommen. Die Astrophysiker bestätigten dabei aber lediglich die Vorbereitung zur offiziellen Bekanntgabe ohne Einzelheiten zu nennen.

    Mehr zum Thema: Raumflug zu Alpha Centauri soll Wirklichkeit werden – US-Abgeordneter

    Der Fixstern Proxima Centauri, ein Roter Zwerg, ist nur 4,24 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Die Forscher vermuten seit langem in seiner Umgebung einen erdähnlichen Planeten. Proxima Centauri bildet zusammen mit dem 0,2 Lichtjahre von ihm entfernten Doppelstern Alpha Centauri möglicherweise ein Sternensystem – das, wenn sich die Vermutungen bestätigen sollten, sonnennächste.

    Der russische Geschäftsmann und Millionär Juri Milner, der britische theoretische Physiker und Astrophysiker Stephen Hawking sowie amerikanische Forscher um Philip Lubin planen die Entsendung von Nano-Sonden mit Laserantrieb zum Sternensystem Alpha Centauri.

    Bisher galt der Exoplanet Kepler-452b, identifiziert mit Hilfe des Weltraumteleskops „Kepler“, als der der Erde ähnlichste Exoplanet. Er soll den sonnenähnlichen Stern Kepler-452 innerhalb von 385 Tagen umkreisen und im Durchmesser 1,6 Mal größer als die Erde sein. Das allerdings in einer Entfernung von 1400 Lichtjahren von unserer Erde. Die Nasa hatte seine Entdeckung im Juli 2015 bekannt gegeben.

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    Tags:
    Juri Milner, Kepler-452, Proxima Centauri, Sonne, Erde, Weltraum