07:55 20 August 2017
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    Zika-Virus verstümmelt Gehirn von Ungeborenen – Studie

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    Der bisher erste Bericht über Hirnanomalien bei Neugeborenen und Embryos, deren Mütter in der Schwangerschaft eine Zika-Virus-Infektion durchgemacht haben, gibt ein schauderhaftes Bild ab. Dies berichtet Lenta.ru unter Berufung auf Prof. Fernanda Tovar-Moll, die Hauptverfasserin des Berichtes.

    Die Studie basiert auf den Ergebnissen von Magnetresonanztomografie und postnataler Tomografie und in manchen Fällen auch von Ultraschall-Untersuchungen des Gehirns von Neugeborenen und Föten. Das Forscherteam hat festgestellt, dass die Hirnanomalien, die durch die schädigende Wirkung des Zika-Virus bedingt sind, in beiden Kohorten etwa gleich sind.

    Medizinische Experten haben die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgerufen, eine spezielle Kommission einzusetzen, die bei der Vorbeugung der Zika-Infektion Fehler vermeiden soll, wie sie bereits während der Ebolafieber-Epidemie begangen worden waren. Nach Einschätzung der Wissenschaftler wird die Entwicklung von Impfstoff gegen das Zika-Virus etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen.

    Ein Zika-Erkrankter hat hohes Fieber, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Kopf- und Gelenkschmerzen. Das Virus ist vor allem für Schwangere gefährlich, weil das Gehirn des Neugeborenen wegen der Infektion unterentwickelt bleiben kann.

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