09:00 24 August 2017
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    Proxima b

    Proxima b: Gibt es nun doch keine zweite Erde?

    © Foto: ESO/M. Kornmesser
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    Ob der neuentdeckte Planet Proxima b wirklich für die Entstehung von Leben geeignet ist, bleibt vorerst offen, wie das Portal „lenta.ru“ unter Berufung auf das russische Institut für Weltraumforschung berichtet.

    „Meldungen darüber, dass der neuentdeckte Planet habitabel sei, sind verfrüht“, sagt Leonid Xanfomaliti vom Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind nur die Schwingungen des Planeten entdeckt worden. Wir können den Planeten nicht sehen und auch nicht auf die Temperatur seiner Oberfläche und seine Atmosphäre schließen“, erläutert er.

    Außerdem: Der Proxima Centauri, in dessen Umlaufbahn sich der Proxima b befindet, sei ein Flackerstern. „Wäre die Sonne ein Flackerstern, hätte vom Leben auf der Erde gar keine Rede sein können“, so Xanfomaliti.

    Proxima Centauri
    © Foto: ESA/Hubble & NASA
    Proxima Centauri

    Die Entdeckung des Proxima b ist am Mittwoch bekannt geworden. Der Exoplanet soll sich auf einer nahezu kreisrunden Umlaufbahn in einer Entfernung von rund 7,5 Millionen Kilometern um den Mutterstern drehen. Ein Jahr soll auf dem Proxima b nur unvorstellbare 11,2 Tage dauern.

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    Tags:
    Weltraum, Proxima Centauri
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