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    Astrophysiker findet Argumente für „galaktische Verschwörung“ gegen die Erde

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    Es gelingt dem Menschen nicht, die Spuren intelligenten außerirdischen Lebens zu finden, da die hochentwickelten extraterrestrischen Zivilisationen eine Verschwörung gegen die Menschheit angestiftet haben. Dies geht aus einer Studie des schottischen Astrophysikers Duncan H. Forgan hervor, die auf der Webseite arXiv.org veröffentlicht ist.

    Forgans Kalkulationen zeigen, dass es in der Milchstraße keinen einheitlichen „galaktischen Klub", von dem einst der australische Physiker Ronald N. Bracewell gesprochen hatte, sondern mehrere „galaktische Cliquen" gibt, die nicht miteinander verbunden und sehr weit voneinander entfernt sind. Damit ein eventueller „Bewerber" diesen Gemeinschaften beitreten darf, muss seine Evolution 250.000 Jahre zählen. Da die Geschichte des Menschen als Spezies lediglich 200.000 Jahre zählt, sei die Entwicklung der Erdbewohner nicht ausreichend für Kontakte mit anderen Zivilisationen.

    Dafür, dass in der Milchstraße eine einheitliche galaktische Gruppe existiert, müsse das Alter der teilnehmenden Zivilisationen an solch einer Gruppe mehrere Millionen Jahre betragen, so Forgan.

    Den Widerspruch zwischen dem Glauben an die Existenz vieler technologisch fortschrittlicher außerirdischer Zivilisationen und dem offensichtlichen Nichtvorhandensein von irgendwelchen „Spuren", die diese Zivilisationen hinterlassen hätten, hatte der Physiker Enrico Fermi 1950 aufgezeigt. Ein solcher Widerspruch deute darauf hin, dass „entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft oder unvollständig sind".

    Eine Lösung für das Fermi-Paradox hatte im Jahr 1960 der australische Physiker Ronald N. Bracewell vorgeschlagen, der es durch eine Verschwörung außerirdischer Zivilisationen zu erklären versuchte. Ähnliche Ideen hatte auch einer der Wegbereiter der Raumfahrt, der russische Wissenschaftler Konstantin Ziolkowski, eingebracht.

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    Tags:
    Zivilisation, Außerirdische, Milchstraße, Erde