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    Bei 125 ist Schluss: Forscher definieren menschliche „Altersgrenze“

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    Genforscher und Biologen des New Yorker Albert Einstein Medizin-Colleges haben herausgefunden, dass Menschen kaum älter als 125 Jahre werden können, schreibt „The Telegraph“. Daran kann auch medizinischer Fortschritt nichts ändern, sind die Wissenschaftler überzeugt.

    Seit dem 19. Jahrhundert stieg die durchschnittliche Lebenserwartung demnach nahezu konstant. Wer heute geboren wird, kann sich im Schnitt auf 81 Lebensjahre freuen. Im Vergleich: Angehörige des 1900-er-Jahrgangs wurden normalerweise nicht älter als 50.

    Aus diesem exorbitanten Wachstum innerhalb nur eines Jahrhunderts schlossen die Wissenschaftler, dass der Lebensspanne von Menschen keine Grenzen nach oben gesetzt seien. Ein Irrtum, wie die Studie des New Yorker Forscherteams nun belegen will. Demnach hat der Mensch mit dem Tod von Jeanne Calment im Jahr 1997 seine Lebensgrenze bereits erreicht. Die Französin wurde 122 Jahre alt und gilt damit als ältester Menschen, der je lebte.

    In den letzten zwei Jahrzehnten habe sich die maximale Lebensspanne bei 110 Jahren eingependelt, trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts. Zwar gebe es Ausnahmeerscheinungen wie den Indonesier Mbah Gotho, der behaupte, 145 Jahre alt zu sein. Der nachprüfbar älteste Erdbewohner sei aber die Italienerin Emma Morana mit einem Alter von 116 Jahren, schreibt die Zeitung.

    Weitere Fortschritte bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und chronischen Erkrankungen könnten die durchschnittliche Lebenserwartung zwar verlängern, die natürliche Lebensgrenze aber werde sich nicht weiter erhöhen, erklärt Jan Vijg, Professor vom Albert Einstein College. Die natürlichen Fehler beim Kopieren der Gene würden für die Endlichkeit des menschlichen Lebens sprechen – und diese Grenze liege bei 125.

    Vijg und seine Kollegen hätten die Sterblichkeitsdaten aus über 40 Ländern ausgewertet: Seit 1900 steige die Zahl jener, die das 70. Lebensjahr erreichen. Das habe zu insgesamt höherer Lebenserwartung geführt, heißt es in dem Artikel.

    Als die Forscher sich aber die Daten der über 100-Jährigen anschauten, hätten sie auch festgestellt, dass die permanente Steigerung der Lebenserwartung auf diesem Level haltmache. Zwischen 1970 und 1990 sei das Durchschnittsalter der langlebigen Menschen sprunghaft angestiegen – auf 110 Jahre 1995. Seitdem aber bleibe die durchschnittliche Lebenserwartung der langlebigsten Menschen der Welt konstant.

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    Tags:
    Lebensgrenze, Jan Vijg, Emma Morana