20:11 24 April 2019
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    „Gottes Hand“

    Astronomische Erscheinung: Nasa erklärt „Gottes Hand“ im fernen Weltraum

    © NASA. JPL-Caltech/McGill
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    Nasa-Spezialisten haben einige Details einer astronomischen Erscheinung offengelegt, die von außen betrachtet an eine menschliche Hand erinnert und als Gottes Hand bezeichnet wird.

    Mit den Resten des Sterns PSR B1509-58 hat sich ein ungewöhnlicher Nebel gebildet, der sich im fernen Weltraum in einer Entfernung von 17.000 Lichtjahren von der Erde entfernt befindet. Er wurde von mehr als einem Jahr vom Observatorium NuSTAR (Nuclear Spectroscopic Telescope Array) entdeckt.

    Laut Nasa-Angaben ist die Weltraumstruktur ein Plerion (Pulsarwind-Nebel) und wird durch den Pulsar von einem Stern nach einer Supernova-Explosion „ernährt“. Astronomen konnten bislang nicht verstehen, wie der Nebel entstanden ist – entweder beeinflusst der Pulsar die bei der Explosion freigegebenen Materialien oder das Gewebe bildete sich von selbst. 

    Sternentstehung
    © Flickr / European Southern Observatory
    Anhand der NuSTAR-Bilder konnten die Wissenschaftler feststellen, dass sich die Bereiche der „Hand Gottes“ physisch voneinander unterscheiden. Das Gebiet, wo sich die „Finger“ (grün) befinden, hat im Vergleich zum „Handgelenk“ (blau) eine größere Dichte. Die Wolke, die von der „Hand“ gehalten wird, heißt RCW 89, die durch den Wind des Pulsars erwärmt wird und mit einem niedrigeren Energieniveau von Röntgen-Strahlung leuchtet.

    Laut der Astrophysikerin des California Institute of Technology in Pasadena, Fiona Harrison, könnte die Gestalt des Nebels mit der enormen Stärke des Pulsars zusammenhängen, berichtet das Portal „Express“.

    „Mit einem Durchmesser von nur knapp 19 Kilometern macht er etwa sieben Drehungen pro Sekunde, wobei eigene Teilchen in das Gewebe ausgerichtet werden, das bei der Explosion des Sterns abgeworfen wurde. Diese Teilchen wirken mit dem Magnetfeld zusammen, was Röntgenstrahlung verursacht. Im Ergebnis bildete sich eine Wolke, die ihrer Form nach an eine offene Handfläche erinnert“, so die Wissenschaftlerin.

    Der Pulsar kann wegen seiner unglaublichen Leuchtkraft nicht detaillierter beobachtet werden.

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    Tags:
    NuSTAR, NASA, Fiona Harrison