SNA Radio
    Schmuck

    Hochkarätige Speicher: Werden Diamanten USB-Sticks ablösen?

    © AFP 2019 / Sam Panthaky
    Wissen
    Zum Kurzlink
    188

    Der IT-Gigant IBM prognostiziert: Das Datenvolumen der gesamten Menschheit wird bis 2020 44 Zettabyte erreichen (44x1012 Bytes). Um die enormen Informationsmengen zu sichern, werden neue, kompakte Speichermedien benötigt. Wissenschaftler der City University of New York schlagen eine ungewöhnliche Lösung vor, schreibt „Science Advances“.

    Manche IT-Spezialisten schlagen vor, Informationen auf DNA zu verschlüsseln. Theoretisch kann eine sandkorngroße DNA-Sequenz ein ganzes Exabyte (1018 Bytes) fassen.

    Wissenschaftler der City University of New York haben laut der Zeitschrift eine weitere Speichermethode entdeckt: Sie schlagen Diamanten als „Festplatten“ vor. Dafür müssten die Edelsteine jedoch Unreinheiten aufweisen. Bei Naturdiamanten sei das kein Problem. Die meisten natürlichen Edelsteine hätten immer ein Kohlenstoff-, Stickstoff- oder Bor-Atom in ihrer Gitterstruktur.

    Die New Yorker Forscher hätten bei ihrem Experiment einen Diamanten vom Typ LB verwendet. Die seltenen Edelsteine enthalten mehrere Stickstoff-Atome, die die kristalline Struktur der Diamanten stören. Doch gerade dies ermögliche überhaupt das Speichern von Informationen.

    Hydraulikpresse vs. Diamant — wer gewinnt? — VIDEO

    Die Daten seien mit mehrfarbigen Lasern auf- und abgelesen worden, schreibt das Magazin. Die Methode funktioniere ähnlich dem Binärcode eines Computers. Hier würden statt Symbolen allerdings Lücken im Atom-Gitter genutzt: Der Laser suche die Diamantenstruktur danach ab, ob Elektronen vorhanden seien oder fehlten – ähnlich wie beim Ablesen einer DVD. Den Wissenschaftlern sei es bereits gelungen, mit der neuen Methode die Portraits von Albert Einstein und Erwin Schrödinger auf Diamanten zu speichern.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Zeit, Steine aufzukaufen: Russland erlaubt Ausländern Kauf von großen Diamanten
    Schätze des Diamantenfonds Russlands
    Unbekannter Diamanttyp im Vulkangestein auf Kamtschatka entdeckt
    Die teuersten Diamanten der Welt
    Tags:
    Diamanten, Daten, IBM