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22:41 19 Juli 2019
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    Sibirischer Laser findet Sprengstoff selbst am hundertsten Fingerabdruck

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    Forscher aus den russischen Städten Tomsk und Bijsk haben einen Fern-Laserscanner entwickelt, mit dessen Hilfe sich selbst noch am hundertsten Fingerabdruck Sprengstoffspuren bei einem Menschen nachweisen lassen, wie die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag berichtet.

    An dem vom russischen Sicherheitsdienst FSB betreuten Projekt beteiligten sich Fachleute aus mehreren regionalen Hochschulen. Das Gerät haben Wissenschaftler von den Instituten für Atmosphärische Optik, für Starkstromelektronik sowie für Chemie- und Energietechnologien der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. 

    Diese einmalige Laserstrahlungsquelle sei dafür bestimmt, Sprengstoffspuren zu entdecken. Dieses äußerst sensible Gerät könne innerhalb weniger Sekunden selbst kleinste Rückstände von schwer feststellbaren Stoffen wie Hexogen und Oktogen auf der Oberfläche von Fahrzeugen und (Hand-) Gepäck nachweisen.

    „Die Sensibilität des Fern-Scanners für Stoffe erreicht auf einer Distanz von fünf Metern ein Nanogramm pro Quadratzentimeter“,  wie der Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ in der Vertretung von Innovations-Organisationen des Gebietes Tomsk mitgeteilt wurde. „Bei günstigen Bedingungen kann das Gerät sogar den hundertsten Abdruck eines Fingers, der Kontakt mit Sprengstoff hatte, nachweisen.“

    Der Laserscanner wurde laut der Zeitung von Mitarbeitern des Zentrums für Spezialtechnik und Kommunikation des russischen Innenministeriums auf dem Bahnhof der Stadt Tomsk getestet. Das Gerät habe sich im Einsatz erfolgreich bewährt, sodass nun seine Serienproduktion gestartet werden könne.

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    Tags:
    Laser, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Bijsk, Tomsk