Widgets Magazine
18:18 12 November 2019
SNA Radio
    Klimawandel

    Klimawandel: Russischer Forscher nennt den Hauptschuldigen

    © Sputnik / Alexei Kudenko
    Wissen
    Zum Kurzlink
    4256626
    Abonnieren

    Obwohl die menschliche Tätigkeit das Klima tatsächlich beeinflusst, wird das Thema von Politik und Forschung allzu intensiv hochgespielt. Diese Meinung äußert der russische Klimaforscher Jewgeni Tischkowez. Er erläutert, welcher Faktor zum Klimawandel am meisten beiträgt.

    „Im bevorstehenden Winter wird die Situation in Zentralrussland nervös sein“, prognostiziert Tischkowez in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Iswestija“. Damit werde eine Abwechslung von Kälte und Wärme gemeint. Das derzeitige Wetter in und um Moskau sei sehr untypisch, denn es habe Anfang November enorm viel geschneit. Bald werde es wärmer, doch im Dezember nehme die Arktis wahrscheinlich kräftig Einfluss auf das Wetter. Im Januar und Februar sei dann wieder eine Zunahme „südlicher Vorgänge“ temporär zu erwarten. 

    „Die winterlichen Tauwetterphasen in den zentralen Gebieten Russlands hatten zuvor jeweils zwei bis drei Tage gedauert. Doch in den letzten Jahren beobachten wir, dass es normal wird, wenn ein Tauwetter mitten im Winter (im Januar oder Februar) für eine oder für zwei Wochen einkehrt“, so Tischkowez.

    „Ist die globale Erwärmung daran schuld? Kaum. Ich denke, dieses Thema ist eben überhitzt. Es wird von Beamten, Politikern, Forschern ausgebeutet“, kommentiert der Experte.

    Im Hinblick auf jene Expertenberichte, wonach der Klimawandel von Menschen verursacht sei, schreibt er: „Zwar kann man ihnen zum Teil zustimmen, doch die Sache ist die, dass der Klimawandel vor allem durch die Sonne und dann durch die Vulkantätigkeit beeinflusst wird. Der anthropogene Faktor rangiert hinter ihnen auf Platz drei.“

    „Die Sonnenaktivität beeinflusst das Klima am stärksten. Sie selbst wird von den sogenannten 200-jährigen Quasizyklen bestimmt“, erläutert der russische Forscher.

    „Mit Hilfe von Eisbohrkernen, Holzkohle, Gestein-Abdrücken können wir das Klima der letzten Jahrtausende rekonstruieren. Und wir sehen, dass es 200-jährige Temperaturzyklen gibt“, heißt es im Kommentar.

    Vor einigen Jahrzehnten habe das Klima im Fürstentum Moskau ungefähr den gegenwärtigen Verhältnissen entsprochen. Dann habe eine kältere Phase begonnen. Etwa im Juli 1612 habe es geschneit, die Moskwa sei zum Teil zugefroren, hieß es.

    Auch ganz Europa habe in jener Epoche niedrigere Temperaturen zu spüren bekommen: „Als die Sonnenaktivität ihren Tiefpunkt erreichte, wurde das Klima kälter. Europa erlebte richtige Winter, wenn man selbst in jenen europäischen Städten Schlittschuh laufen konnte, wo es zuvor unmöglich gewesen war.“

    „Auch jetzt haben wir den Höhepunkt der Erwärmung aus meiner Sicht hinter uns. Eine Tendenz zum Rückgang der ‚globalen Erwärmung‘ fängt bereits an“, so Tischkowez weiter. In Bezug auf den Klimawandel dürfe es also keine Panik geben.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Klimawandel: Meereis in Arktis erstmals bis zum Nordpol getaut
    Norwegen: Schluss mit Verbrennungsmotoren ab 2025
    Führt die Erderwärmung zu Klimakriegen? – Experte: „Weltsicherheit ist in Gefahr“
    Sibirien und Kanada könnten zum „Heiligen Land“ für Klimaflüchtlinge werden
    Tags:
    Klimawandel, Jewgeni Tischkowez