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    Anti-Krebs-Phantom

    Kernforscher bringen „Anti-Krebs-Phantom“ auf den Weg

    © Foto : MEPhI / Ilya Rodko
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    Forscher der Nationalen Universität für Kernforschung MEPhI in Moskau haben das Modell eines „universellen Phantoms“ entwickelt, welches die Krebsbehandlung per Strahlentherapie effektiver machen soll.

    Das staatliche Atomenergie-Unternehmen Rosatom arbeite, so der Pressedienst der Universität, an der Entwicklung einer Anlage zur Präzisions-Strahlentherapie des Typs Gamma-Messer. Dabei handle es sich um eine einmalige Konstruktion, die sich von anderen Anlagen dadurch unterscheide, dass sich die Quellen der Gamma-Strahlung um 360 Grad um das bestrahlte Objekt drehen. „Für ihre metrologische Versorgung ist eine besondere Ausrüstung nötig, die den bestrahlten Körper modellieren würde und mit deren Hilfe das Dosisfeld bestimmt werden könnte, welches im menschlichen Körper durch die ionisierende Strahlung im Rahmen der Behandlung entsteht“, teilte die Hochschule weiter mit.

    Mitarbeiter des MEPhI-Lehrstuhls für Anlagentechnik haben demnach nun ein Modell eines „universellen Wasserphantoms“ geschaffen, welches die metrologische Versorgung von Strahlentherapieanlagen mit erweiterten Funktionen und Planung der Dosisbelastung ermöglicht.

    Das universale 3D-Wasserphantom ist ein automatisiertes System, das die Konfiguration des Dosisfeldes mithilfe von Angaben des Detektors der ionisierenden Strahlung messen kann, der sich auf einer im Voraus bestimmten Laufbahn im bestrahlten Bereich bewegt – in destilliertem Wasser, mit dem Gefäße aus Materialien gefüllt sind, die menschliches Gewebe imitieren. Der größte Vorteil bestehe dann darin, dass sie den Detektor auf einer komplizierten Laufbahn permanent bewegen könnten.

    „Normalerweise liegen die meisten mechanischen Elemente der bisherigen universellen Wasserphantome in einem Wasserbehälters, was die Nutzungszeit der Konstruktion verringert und ihren Anwendungsbereich einschränkt“, erklärte Ilja Rodko, Doktorand des MEPhI-Lehrstuhls für Anlagenentwicklung. In dem neuen Modell liegen die Konstruktionselemente, die die Bewegungen des Detektors ermöglichten, außerhalb, was Präzision und Geschwindigkeit des Detektors im Vergleich zu älteren Modellen verbessert,

    Strahlentherapie ist eine der aussichtsreichsten Methoden für die Behandlung von Tumorerkrankungen.

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    Tags:
    Gamma-Messer, Krebs, Nationale Universität für Nuklearforschung (MEPhi), Ilja Rodko, Russland