10:46 30 März 2017
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    Vom IS in die USA: „Fleischfressende Krankheit“ erreicht Amerika

    © Wikipedia/ Muhammad Mahdi Karim
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    Forscher haben in den USA mehrere Fälle der Infektionskrankheit Leishmaniose festgestellt. Wie sich die Krankheit, die vorwiegend im Nahen Osten auftritt, nach Amerika ausbreiten konnte, erläutern die Wissenschaftler in einem Artikel für das Fachmagazin „Clinical Infectious Diseases“.

    In den US-Bundesstaaten Texas und Oklahoma sollen mehrere Menschen der mukokutane Leishmaniose ähnliche Symptome gezeigt haben. Nach einem Insekten-Stich komme es bei der Krankheit, die sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auftreten könne, erst zu einer Rötung, die dann große Geschwüre ausbilde. Diese können zwar abheilen, hinterließen aber große Narben. Dabei sollen die Infizierten regelrecht bei lebendigem Leibe verwesen. Dass auch Amerikaner an der Infektionskrankheit erkranken können, hatte zuvor Fragen bei den Wissenschaftlern aufgeworfen.

    Im April des Vorjahres war nämlich berichtet worden, dass sich die sogenannte „fleischfressende Krankheit“ vor allem unter der syrischen Bevölkerung und hauptsächlich in den von der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) kontrollierten Gebieten ausbreite.

    Die Forscher nehmen nun an, dass sich Leishmaniose gerade dort rasch ausbreitet, wo IS-Kämpfer ihre Opfer direkt auf den Straßen verwesen lassen, was zu einer schnellen Vermehrung der Keime führe. Nach Einschätzung der Wissenschaftler sind derzeit mehrere Tausend Menschen in der Konfliktzone mit der Krankheit infiziert.

    Wie aus der Analyse hervorgeht, sind die Zellen eines infizierten Menschen mit Parasiten aus zwei Teilen der Welt verwandt: Neben dem Nahen Osten gebe es weitere Arten dieser Parasiten, die in Afrika und Südamerika leben. Demnach infizieren sich im Nahen Osten hauptsächlich Soldaten, in Südamerika vor allem Touristen und Liebhaber der wilden Natur.

    Tags:
    Parasit, Forscher, Infektion, Krankheit, Terrormiliz Daesh, Naher Osten, Südamerika, Oklahoma, Texas, Syrien, Irak, Afghanistan
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    Alle Kommentare

    • Ambuya
      So klein,wie die Welt durch die heutigen Verkehrsverbindungen geworden ist, ohne dass in vielen Ländern die hygienischen Bedingungen auch nur einen Deut besser geworden wären, überrascht mich das nicht weiter.
      Gute Besserung den Kranken und hoffentlich ist genug Geld für Hauttransplantationen da, wenigstens im Gesicht, die bleibenden Narben sind furchtbar!
    • Iswall65
      Ende der 1950er Jahre, als eine Kartoffelkäfer-Plage die Karoffelernte in der DDR dezimierte, erzählte man uns in der schule, die wären von den < bösen Kapitalisten > über " unserem Land " abgeworfen worden.
      So traurig und grausam diese Krankheit auch scheint so glaube ich doch nicht an die Darstellung der Ami´s.
      Zumal schon wieder ein Kinderbild die Richtigkeit der Angaben untermauern soll.
    • avatar
      At_Tiffany
      Zitat: "Vom IS in die USA: „Fleischfressende Krankheit“ erreicht Amerika!"

      Also trifft es endlich auch die Richtigen! Wer hat den IS gegründet und Jahre lang gepäppelt? Richtig, die USA. Wenn es nun die ersten Opfer auch in USA gibt, Recht so ! Knapp die Hälfte der Wähler wollte ja noch vor ein paar Tagen genau diese Politik fortsetzen.
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