11:35 18 Februar 2020
SNA Radio
    Wissen
    Zum Kurzlink
    0 161
    Abonnieren

    Das Gehirn von Menschen mit autistischen Störungen ist symmetrischer aufgebaut als das Denkorgan gesunder Menschen, berichtet die Fachzeitschrift der US-amerikanischen Akademie für Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie.

    Forscher von der University of San Diego haben die Gehirne von 41 Kindern und Jugendlichen mit Autismus und von 44 gesunden Jugendlichen mittels Magnetresonanztomographie untersucht.

    Normalerweise verarbeiten die Hirnhälften Informationen unterschiedlich: Die linke Hirnhälfte ist für den Spracherwerb verantwortlich, die rechte für die Wahrnehmung von Lauten, Tönen und visuellen Reizen. Nun hat sich gezeigt, dass die neuronalen Verbindungen in den jeweiligen Hirnhälften von Autisten symmetrisch angeordnet sind. Bei gesunden Kindern waren die neuronalen Verbindungen in der rechten Hälfte wesentlich dichter gedrängt.

    „Der Sinn der Asymmetrie der Hirnhälften besteht in der Arbeitsteilung zwischen den Hälften“, erklärt Ralph-Alex Müller, einer der Forscher. „Es hat sich ergeben, dass die Asymmetrie bei Menschen mit autistischen Störungen geringer ist.“

    Wie sich dies auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen auswirkt, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen – auch nicht, ob dies die Ursache oder eine Auswirkung von Autismus ist.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Wie russische Luftstreitkräfte gegnerische Fla-Raketensysteme austricksen – Video
    Wegen 12-Punkte-Plans für Donbass: Ischinger als Staatsfeind der Ukraine gelistet
    Bildretusche aus Platzmangel? – MDR muss sich für Veränderung von Demo-Foto rechtfertigen
    In der Abneigung gegen Russland vereinigt: „Westlessness“ stimmt nicht – Deutschlandexperte
    Tags:
    Gehirn, Autismus, Ralph-Alex Müller