16:12 24 Februar 2017
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    Ursache oder Wirkung? Autisten-Hirn ist symmetrischer als „normal“

    © Foto: Dublin Brain Bank 2015
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    Das Gehirn von Menschen mit autistischen Störungen ist symmetrischer aufgebaut als das Denkorgan gesunder Menschen, berichtet die Fachzeitschrift der US-amerikanischen Akademie für Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie.

    Forscher von der University of San Diego haben die Gehirne von 41 Kindern und Jugendlichen mit Autismus und von 44 gesunden Jugendlichen mittels Magnetresonanztomographie untersucht.

    Normalerweise verarbeiten die Hirnhälften Informationen unterschiedlich: Die linke Hirnhälfte ist für den Spracherwerb verantwortlich, die rechte für die Wahrnehmung von Lauten, Tönen und visuellen Reizen. Nun hat sich gezeigt, dass die neuronalen Verbindungen in den jeweiligen Hirnhälften von Autisten symmetrisch angeordnet sind. Bei gesunden Kindern waren die neuronalen Verbindungen in der rechten Hälfte wesentlich dichter gedrängt.

    „Der Sinn der Asymmetrie der Hirnhälften besteht in der Arbeitsteilung zwischen den Hälften“, erklärt Ralph-Alex Müller, einer der Forscher. „Es hat sich ergeben, dass die Asymmetrie bei Menschen mit autistischen Störungen geringer ist.“

    Wie sich dies auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen auswirkt, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen – auch nicht, ob dies die Ursache oder eine Auswirkung von Autismus ist.

    Tags:
    Gehirn, Autismus, Ralph-Alex Müller
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