Widgets Magazine
09:43 22 September 2019
SNA Radio
    Hintergrundstrahlung

    Das passiert mit Dunkler Materie – russische Astrophysiker

    © Foto: ESA/ LFI & HFI Consortia
    Wissen
    Zum Kurzlink
    0 181
    Abonnieren

    Russische Physiker haben eine Erklärung dafür gefunden, warum es Abweichungen zwischen der heutigen Galaxie und dem Weltall kurz nach dem Urknall gibt.

    Die beiden Moskauer Physiker Dmitrij Gorbunow und Igor Tkatschew haben mittels Planck-Weltraumteleskop festgestellt, dass es inzwischen zwei bis fünf Prozent weniger Dunkle Materie gebe als zur Zeit des Urknalls: die Dunkle Materie schrumpfe also. Dabei weite sich das Weltall heute mit größerem Tempo aus als damals. So würden die Galaxien schneller auseinanderdriften als je zuvor.

    Das lasse darauf schließen, dass die Partikel der Dunklen Materie instabil sind und mit der Zeit zerfallen. Die mit dem Planck-Weltraumteleskop gewonnenen Daten hätten diese Annahme bestätigt. Die Veränderungen des Weltalls hätten bisher den Zerfall von 2,5 bis fünf Prozent der Dunklen Materie gefordert. Ob die Dunkle Materie weiterhin zerfällt oder nun stabil bleibt, sei derzeit unbekannt.

    © NASA . ESA, L. Calcada
    Fäden dunkler Materie im Gestirn Fuhrmann. Aufnahmen des Hubble-Teleskops
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Weltraumforschung: Zehn Jahre „anomaler PAMELA-Effekt“
    Neue Bilder: Mysterien des Weltalls
    Wieviel Zeit bleibt uns noch? Stephen Hawking klärt auf
    Tags:
    Dunkle Materie, Dmitrij Gorbunow, Igor Tkatschew